Tötung von 76-Jähriger: Auch Tochter verdächtig

Eine 76-Jährige wird getötet. Ihr Schwiegersohn ist verdächtig und sitzt in Untersuchungshaft. Doch auch die Tochter der Frau soll beteiligt gewesen sein. Jetzt hat sie ausgesagt. Die Ermittler überprüfen jetzt, ob ihre Angaben stimmen.

27.09.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem gewaltsamen Tod einer 76-Jährigen in Borchen bei Paderborn ist neben dem Schwiegersohn (53) nun auch die Tochter der Getöteten ins Visier der Ermittler geraten. Die 46-Jährige sei verdächtig, an dem Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei Bielefeld am Freitag mit. Dies hätten Ermittlungen ergeben.

Die bei einem Verkehrsunfall schwer verletzte Frau sei im Krankenhaus vernommen worden und habe Angaben zur Sache gemacht. „Ihre Aussagen werden derzeit mit den weiteren Ermittlungsergebnissen abgeglichen“, hieß es weiter. Ein Polizeisprecher machte keine Angaben darüber, welcher Art die „Angaben zur Sache“ waren. Die Frau bleibe im Krankenhaus. Sie sei nicht festgenommen worden.

Angehörige und Rettungskräfte hatten die Tote am Sonntagabend in ihrem Wohnhaus gefunden. Die Obduktion ergab, dass die Frau gewaltsam ums Leben kam. Spuren am Tatort deuteten darauf hin, dass der 53-jährige Schwiegersohn in das Tatgeschehen verwickelt sein könnte. Er wurde in der Nacht zum Montag in einem Hotel in Nürnberg von Spezialkräften festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Die 46-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt schwer verletzt in einem Krankenhaus in der Nähe des Hotels. In Borchen lebten die 76-Jährige, ihre Tochter und deren Mann im gleichen Haus.

Der Schwiegersohn äußert sich laut Polizei weiterhin nicht zu dem Vorwurf. Über die möglichen Hintergründe der Tat wurde noch nichts bekannt. Diese seien weiterhin Gegenstand umfangreicher Ermittlungen, so der Polizeisprecher weiter.

Der 53-Jährige war am Sonntagvormittag bei Nürnberg in Bayern in einen schweren Auffahrunfall auf der A3 verwickelt gewesen. Die Ehefrau des Verdächtigen war nach dem Unfall aus bislang ungeklärter Ursache aus dem Auto gestiegen und auf die Gegenfahrbahn gelaufen. Dabei wurde sie schwer verletzt.

Bei dem Unfall in Franken war der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) persönlich Ersthelfer. Er hatte nach eigenen Angaben zusammen mit einem anderen Autofahrer eine Frau aus einem beteiligten Unfallauto gezogen. Mit der Erstversorgung des tatverdächtigen Paares hatte Herrmann nichts zu tun.

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