Tödliches Autorennen in Moers: Prozess beginnt im Februar

Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einer Toten in Moers am Niederrhein kommt es im Februar zum Prozess. Das Landgericht Kleve hat die Anklage gegen zwei 22-jährige Männer aus Duisburg zur Hauptverhandlung zugelassen. Erster Prozesstag sei am 10. Februar, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

17.12.2019, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tödliches Autorennen in Moers: Prozess beginnt im Februar

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Die beiden Angeklagten sollen sich im April ein Rennen geliefert haben. Dabei kollidierte der eine mit dem Wagen einer 43 Jahre alten Frau. Die Frau wurde getötet. Dem einen Angeklagten, einem Kosovaren, werden Mord und die Teilnahme an einem verbotenen Rennen mit Todesfolge vorgeworfen, dem anderen, einem Deutschen, nur die Teilnahme an einem verbotenen Rennen mit Todesfolge.

Der wegen Mordes Angeklagte soll keinen Führerschein besessen haben. Mit 167 Kilometern in der Stunde - das Dreifache der zulässigen Höchstgeschwindigkeit - soll er mit seinem Mercedes-AMG in den Wagen der 43-Jährigen gerast sein. Die Frau, die nicht angeschnallt gewesen sei, wurde aus ihrem Auto herausgeschleudert und starb drei Tage später an ihren schweren Verletzungen.

Die Aufprallgeschwindigkeit des Mercedes soll so hoch gewesen sein, dass ein Reserverad aus dem Wagen der Frau herausgeschleudert und erst in über 100 Metern Entfernung durch ein Garagentor gebremst wurde. Dabei soll das Rad eine Frau nur deshalb nicht getroffen haben, weil sie sich gerade zufällig zu ihrem Hund hinunterbeugte.

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