Tödlicher Schuss: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Essen hat die Ermittlungen gegen einen Polizisten eingestellt, der bei einem Einsatz einen 32 Jahre alten Mann erschossen hat. „Wir gehen davon aus, dass eine Notwehrlage bestand“, sagte Behördensprecherin Anette Milk am Mittwoch. Der 32-Jährige hatte im vergangenen Juni mit einem angekündigten Suizid den Polizeisatz ausgelöst.

18.09.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tödlicher Schuss: Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Eine Statue der Göttin Justitia vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Die Polizeibeamten hätten den mit einem Messer bewaffneten 32-Jährigen zunächst mit einem Sicherheitsabstand begleitet, sagte die Oberstaatsanwältin. Der stark emotionalisierte und aggressive Mann habe dann angekündigt, seine Familie „aufzumischen“. Die Beamten hätten deshalb verhindern wollen, dass der Mann in das Wohnhaus gelangen konnte, in der sich die vier minderjährigen Kinder seiner Lebensgefährtin aufhielten.

Der 32-Jährige habe dann nach Aussagen der Beamten mit dem Messer durch den Spalt der geöffneten Haustür gestochen und eine davor gebückt stehende Polizisten nur knapp verfehlt. Daraufhin habe der 27 Jahre alte Beamte, gegen den ermittelt wurde, geschossen. Aus der nachvollziehbaren Sicht des Schützen habe eine unmittelbare Gefahr für die Polizistin bestanden, sagte Milk. Der 32 Jahre alte Deutsch-Algerier starb nach einem Steckschuss in die Brust.

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