Tödliche Attacke auf 15-Jährige: Prozess ab 10. Dezember

Ein halbes Jahr nach der tödlichen Messerattacke auf eine 15-Jährige in Viersen beginnt am 10. Dezember der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Wegen Mordes angeklagt ist der Ex-Freund der Jugendlichen, ein 17-jähriger Bulgare, der seit zehn Jahren in Viersen lebt. Er soll die 15-Jährige am 11. Juni mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet haben. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten findet der Prozess vor einer Jugendkammer des Landgerichts Mönchengladbach unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

27.11.2018, 13:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die beiden seien bis wenige Tage vor der Tat ein Paar gewesen. Dann habe sich die Jugendliche von ihm getrennt und sich von ihm abgewendet, was dieser nicht akzeptiert habe, teilte das Gericht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Unter einem Vorwand habe er die 15-Jährige in einen Viersener Park gebracht, um dort ihr Handy nach Hinweisen auf einen neuen Partner zu untersuchen. Als er glaubte, diese gefunden zu haben, habe er die 15-Jährige unvermittelt und in Tötungsabsicht mit einem Messer angegriffen. „Die Geschädigte verstarb noch am Tatort an ihren Verletzungen.“ Der Angeklagte habe „die Tat begangen, weil er das Opfer als sein Eigentum betrachtet habe, das sich nicht von ihm abwenden dürfe“, hieß es weiter.

Das Gericht hat nach dem Auftakt zunächst sieben weitere Verhandlungstage bis zum 6. Februar angesetzt. Die Eltern der Getöteten treten in dem Prozess als Nebenkläger auf.

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