Todesfälle durch giftige Glukose beschäftigen Landtag

Eine Frau und ihr Baby sterben nach Einnahme einer vergifteten Glukose-Mischung aus einer Kölner Apotheke. Fast zwei Wochen später sind die Hintergründe immer noch unklar, die Apotheke und ihre Filialen wurden geschlossen. Der Fall wird nun auch Thema im Landtag.

02.10.2019, 03:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Tod einer Frau und ihres Babys durch vergiftete Glukose aus einer Kölner Apotheke beschäftigt heute (15.30 Uhr) den Gesundheitsausschuss des Landtags. Die Opposition will in einer Aktuellen Viertelstunde eine Klärung der zeitlichen Abläufe, die zur vorsorglichen Schließung der Apotheke und zweier Filialen führten.

Bislang ist unklar, ob Fahrlässigkeit der Grund für die Verunreinigung der Glukose-Mischung war oder ob jemand vorsätzlich handelte. Eine Mordkommission ist damit beschäftigt, Zeugen zu vernehmen und Beweismittel zu untersuchen.

Die 28-Jährige und ihr durch einen Notkaiserschnitt geborenes Baby starben vor rund zwei Wochen. Am 23. September informierten die Behörden die Öffentlichkeit. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verfügte am 26. September die sofortige Schließung der drei Apotheken des Verbundes, um ein „Restrisiko“ auszuschließen.

Die schwangere Frau hatte die in der Heilig-Geist-Apotheke in Köln-Longerich zusammengestellte Glukose-Mischung zu sich genommen. Das Präparat war Teil eines Routinetests auf Diabetes in der Schwangerschaft. Obduktionen hatten ergeben, dass die Mutter und ihr Baby an multiplem Organversagen starben. Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft war weiterhin unklar, wie das toxische Mittel in den Glukosebehälter gelangt war.

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