Schalke-Fan stirbt auf dem Weg ins Stadion – „Dann spielt Fußball keine Rolle mehr“

Todesfall

Ein Schalke-Fan ist auf dem Weg in die Volkwagen Arena in Wolfsburg gestorben. Aus Respekt herrschte Stille im Stadion. Auch nach dem Spiel gab es viele weitere Reaktionen.

Wolfsburg, Gelsenkirchen

, 19.12.2019, 10:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalke-Fan stirbt auf dem Weg ins Stadion – „Dann spielt Fußball keine Rolle mehr“

Fans vom VfL Wolfsburg wünschten dem toten Schalke-Fan: „Ruhe in Frieden!“. Auf dem Weg zum Fußballspiel war der Mann in der Nähe des Stadions zusammengebrochen und verstarb später. © picture alliance/dpa

Ein 41 Jahre alter Fußballfan des FC Schalke 04 ist auf dem Weg zum Bundesliga-Match gegen den VfL Wolfsburg in Niedersachsen gestorben.

Der Mann sei auf dem Weg ins Stadion am Mittwochabend „wie aus dem Nichts“ zusammengebrochen, sagte ein Polizeisprecher. Die Todesursache war zunächst unklar. „Zur Krankengeschichte ist uns nichts bekannt.“ Der Mann sei in Begleitung weiterer Fans gewesen, hieß es.

Stadionsprecher bestätigte den Tod

Im Stadion machte Information über den Todesfall schnell die Runde. Stille herrschte weitenteils schon vor der Bestätigung durch den Stadionsprecher der Wolfsburger. Dieser informierte dann während der Partie über den Todesfall. Weitere Details zum Tod des Fans nannte der Stadionsprecher nicht.

Aus Respekt und Anteilnahme verzichteten beide Fanlager in der zweiten Halbzeit auf die Anfeuerung ihrer Mannschaft. „Dann spielt Fußball keine Rolle mehr, dann ist es absolut verständlich, dass die Fans an ihn denken“, erklärte Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels.

Wolfsburger fertigten in der Halbzeit schnell ein Transparent

Die Szene aus Niedersachsen hatte sogar die Halbzeitpause genutzt, um auf die Schnelle ein „Ruhe in Frieden“-Transparent zu fertigen. Nach dem Spiel gab es keine sonst übliche laute Musik oder Weihnachtslieder.

Auch Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hatte nach dem Spiel wenig Fußball im Sinn. Zum Spiel befragt, antwortete er: „Das spielt heute keine Rolle. Ich möchte gar nichts dazu sagen. Das ist heute nicht wichtig“, berichtet die WAZ.

Riether: „Ein trauriger Tag für uns“

Auch den Schalker Spielern sei aufgefallen, dass etwas nicht stimmte. Mit Daniel Caligiuri wunderten sich offenbar viele über die Stille auf den Rängen schon in der ersten Halbzeit.

Ex-Profi Sascha Riether, bei Schalke der Koordinator Lizenzbereich, sagte im TV-Sender Sky: „Es ist ein trauriger Tag für uns, ein Mensch ist gestorben.“ Auf das Spiel mochte Riether kurz nach dem Abpfiff ebenfalls nicht eingehen.

Mit dpa

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