Tod eines Häftlings: Untersuchungsausschuss konstituiert

Im nordrhein-westfälischen Landtag hat sich ein Untersuchungsausschuss zum Tod eines irrtümlich inhaftierten Syrers nach einem Zellenbrand in Kleve konstituiert. Wie der Ausschussvorsitzende Jörg Geerlings (CDU) am Freitag mitteilte, will das Gremium strukturelle Defizite, aber auch mögliche Versäumnisse und Fehleinschätzungen in Ministerien und Behörden aufklären. Erste Akten seien bereits angefordert, Beweis- und Verfahrenbeschlüsse gefasst worden, so dass nach der Weihnachtspause Zeugenvernehmungen vorbereitet werden könnten.

14.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Der hellhäutige Syrer Ahmed A. war im Juli mit einem dunkelhäutigen Mann aus dem afrikanischen Mali verwechselt worden und deshalb ins Gefängnis gekommen. Wochenlang saß der 26-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Kleve und legte im September laut externem Sachverständigen selbst einen Brand in seiner Zelle. Infolge der schweren Verbrennungen starb er Ende September in einer Klinik.

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