Tochter der Ex-Freundin getötet: Mann vor Gericht

Er soll ihre Tochter erstochen haben, um seine ehemalige Lebensgefährtin zu bestrafen: Wegen Mordes muss sich ein 66-Jähriger aus Troisdorf vor dem Bonner Landgericht verantworten. Hintergrund des Verbrechens war laut Anklage ein Streit um 100 000 Euro, die der Mann von seiner 68 Jahre alten Ex-Freundin gefordert hatte, weil diese nach der Trennung das zuvor gemeinsam bewohnte Haus für sich allein behalten wollte.

11.11.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tochter der Ex-Freundin getötet: Mann vor Gericht

Der Angeklagte (vorne) wartet zusammen mit seinem Anwalt Martin Kretschmer in einem Saal des Landgerichts. Foto: Henning Kaiser/dpa

Am ersten Prozesstag am Montag gab der Angeklagte an, sich an die konkrete Tat nicht mehr erinnern zu können. Die ehemalige Lebensgefährtin sagte aus, zur Mittagszeit des 29. Juni dieses Jahres habe der Angeklagte plötzlich im Gewächshaus hinter ihr gestanden, als sie gerade dabei gewesen sei, mit ihrer 43 Jahre alten Tochter Gurken zu wässern.

„Er hat kein Wort gesagt, hat einige Gurken genommen und ist ins Haus gegangen.“ In der Küche habe er sich wohl ein Messer genommen. Plötzlich, so die 68-Jährige, habe sie aus dem kleineren Gewächshaus, in dem sich ihre Tochter aufgehalten habe, einen furchtbaren Schrei gehört. „Ich habe noch versucht, ihn von meiner Tochter, die schreiend auf dem Boden lag, wegzuziehen.“ Das sei ihr aber nicht gelungen.

Er habe noch einmal zugestochen, bis sie still gewesen sei. Dann habe er sich zu der Mutter umgedreht und gesagt: „Jetzt hast du kein Leben mehr. Jetzt hast du dein Haus.“ Dann sei er weggegangen. Anschließend stellte er sich der Polizei. Die 43-Jährige starb noch am Tatort. Als Nebenkläger sitzen in dem Prozess nicht nur die Mutter, sondern auch der Ehemann und der Bruder der Getöteten.

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