Thyssenkrupp stellt schwache Geschäfte auf den Prüfstand

Der Industriekonzern Thyssenkrupp stellt mehrere Geschäfte auf den Prüfstand, die er aktuell für nicht wettbewerbsfähig hält. Dabei geht es etwa um das Geschäft mit Federn und Stabilisatoren für die Automobilindustrie sowie mit Grobblechen. Ebenfalls auf der Liste steht der Bau von Produktionsanlagen für die Automobilindustrie. Die drei Bereiche stünden für vier Prozent des Konzernumsatzes, aber für ein Viertel des im laufenden Geschäftsjahr zu erwartenden Kapitalabflusses, teilte Thyssenkrupp am Donnerstag in Essen mit.

08.08.2019, 07:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Geschäfte soll nun ein Sanierungskonzept erstellt werden. Sollte eine Restrukturierung nicht gelingen oder möglich sein, würden andere strategische Optionen geprüft. „Für eine Weiterentwicklung sehen wir durchaus Chancen, aber nicht notwendigerweise unter dem Dach von Thyssenkrupp“, erklärte Konzernchef Guido Kerkhoff. „Dass Geschäfte ohne klare Perspektive dauerhaft Geld verbrennen und damit Wert vernichten, den andere Bereiche erwirtschaftet haben, wird es jedenfalls in Zukunft nicht mehr geben“, fügte er hinzu.

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