Thyssenkrupp prüft auch Verkauf von Aufzugssparte

Der Industriekonzern Thyssenkrupp prüft neben dem geplanten Börsengang auch einen möglichen Verkauf seiner profitablen Aufzugssparte. Das Unternehmen habe „einen strukturierten Prozess für die Bewertung von Angeboten von strategischen Investoren und Finanzinvestoren eingeleitet“, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Das „Handelsblatt“ hatte zuvor berichtet, das Management um Vorstandschef Guido Kerkhoff habe in den vergangenen Tagen Briefe an potenzielle Interessenten geschrieben, in denen diese zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert worden seien. Ein konkretes Angebot liege dem Vernehmen nach bislang nicht auf dem Tisch.

04.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thyssenkrupp prüft auch Verkauf von Aufzugssparte

Die Hauptzentrale des Thyssenkrupp Konzern. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Der Börsengang der Aufzugssparte werde weiter vorbereitet, hieß es bei Thyssenkrupp. Mit der Prüfung von Kaufangeboten wolle man sicherstellen, dass die Entscheidung über Börsengang oder Verkauf für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Kunden „nachhaltig und die beste ist“. Interesse an einem Kauf der Aufzugssparte haben laut Kerkhoff eine Reihe von Investoren signalisiert. Auch der finnische Aufzugbauer Kone soll Medienberichten zufolge seine Fühler ausgestreckt haben.

Thyssenkrupp braucht Geld für den nach der abgesagten Stahlfusion mit Tata Steel geplanten Konzernumbau. Die nötigen Mittel sollen aus dem Börsengang oder dem Verkauf der Aufzugssparte kommen. Sie gilt als Ertragsperle und wird deutlich höher bewertet als der Gesamtkonzern.

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