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Thyssenkrupp mit Verlusten

Der Industriekonzern Thyssenkrupp schreibt wegen der Probleme in seinem Anlagen- und Schiffbaugeschäft rote Zahlen. Das derzeitige Sorgenkind im Konzern kämpft mit fehlenden Großaufträgen sowie höheren Kosten für Projekte und war bereits Auslöser für eine Gewinnwarnung Anfang August. Interimschef Guido Kerkhoff will nun den Umbau der Sparte vorantreiben, auch das restliche Industriegeschäft soll profitabler werden.

09.08.2018

„Wir sehen ein gemischtes Bild. Die aktuellen Ergebnisse stellen uns unter dem Strich nicht zufrieden“, sagte Kerkhoff bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag in Essen. So betrug der Nettoverlust im dritten Geschäftsquartal (April bis Juni) 131 Millionen Euro. Negativ wirkte sich zudem ein einmaliger Steueraufwand in Zusammenhang mit der Ausgliederung des Stahlgeschäfts aus. Im Vorjahr hatte Thyssenkrupp noch einen Gewinn von 254 Millionen Euro erzielt.

Auch das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank im Quartal deutlich - von 519 auf 332 Millionen Euro. Es gab aber auch Lichtblicke. So stieg der Umsatz um 7 Prozent auf gut 11 Milliarden Euro, der Auftragseingang legte ebenfalls um 7 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zu.

Der Konzern steht unter Druck, bessere Ergebnisse zu liefern. Ein anhaltender Konflikt mit Großaktionär Cevian sowie Uneinigkeit im Aufsichtsrat über die Strategie hatten zuletzt eine Führungskrise ausgelöst. Chef Heinrich Hiesinger sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner warfen das Handtuch. Nachfolger gibt es bislang nicht. Finanzvorstand Kerkhoff hat die Führung des Unternehmens übergangsweise übernommen.

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