Theorie: Kommt die Currywurst aus dem Bückeburger Schloss?

Die Gerüchteküche um die Erfindung der Currywurst hat neue Nahrung bekommen: Sie könnte einer neuen Theorie zufolge bereits 1946 im niedersächsischen Bückeburger Schloss an der Grenze zu NRW kreiert worden sein. Das sagte eine Sprecherin von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte Fürst Alexander in der „Bild“-Zeitung erklärt: „Die Currywurst kommt aus meiner Schlossküche.“ Das hatte hohe Wellen geschlagen.

29.10.2018, 21:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theorie: Kommt die Currywurst aus dem Bückeburger Schloss?

Currypulver wird über eine Wurst gestreut. Foto: Thomas Frey/Archiv

Der aus dem Sauerland stammende, inzwischen verstorbene Küchenmeister Ludwig Dinslage soll die Currywurst im September 1946 erstmals im Speisesaal des Schlosses serviert haben - und zwar britischen Offizieren. Der Sohn des Küchenmeisters führt als Beleg auch einen Zeitungsbericht vom 12. September 1984 an, in dem Ludwig Dinslage rückblickend über seine neue Kreation von 1946 berichtet.

Wo die Currywurst erfunden wurde und von wem, ist nicht abschließend geklärt - bisher galt sie noch am ehesten als die kulinarische Schöpfung einer Berlinerin aus dem Jahr 1949. In der Novelle „Entdeckung der Currywurst“ verlegt Uwe Timm die Entdeckung der kalorienreichen Speise nach Hamburg ins Jahr 1947.

Die Currywurst gehört zu den beliebtesten Gerichten der Deutschen und ist für Kantinenesser seit vielen Jahren die Nummer eins. Es gibt allerdings auch warnende Stimmen: Ein Experte des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung sagte, Verbraucher sollten den Verzehr prozessierter Fleischprodukte grundsätzlich beschränken, vor allem wenn sie aus rotem Fleisch hergestellt werden. „Dazu zählt auch Currywurst.“

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