Theater am Fluss setzt in der neuen Spielzeit auf große Geschichten

Theater am Fluss

Wieder heißt es „Vorhang auf“ im Theater am Fluss. In der neuen Spielzeit will man große Werke für jedes Publikum präsentieren. Das Musical im Februar setzt außerdem ein Zeichen gegen Krieg.

Schwerte

, 21.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Theater am Fluss setzt in der neuen Spielzeit auf große Geschichten

Musiker & Hair Hauptdarsteller Stefan Bauer (l.) und Intendant Lars Blömer stellen die neue Spielzeit vor. © Theater am Fluss

In der Turnhalle an der Ruhrstraße stehen alle Zeichen auf Western. Wie in einem altmodischen Saloon sieht es auf der Bühne des Theaters am Fluss aus, inklusive Pendeltüren, Holzverkleidung und alter Schnapsflaschen.

Erstmalig wagt sich der Verein an das Western-Genre und beginnt die neue Spielzeit mit der Uraufführung von „Sandy“, wo in einem Saloon viele merkwürdige Gestalten aufeinandertreffen - „eine Hommage mit vielen Zitaten und Anspielungen auf zahlreiche bekannte Western der Filmgeschichte“, heißt es im Programm. „Das ist für uns absolutes Neuland und ein echtes Experiment im TaF“, sagt Theaterintendant Lars Blömer.

Doch auch der Rest der neuen Spielzeit - mittlerweile ist es die 12. Spielzeit des Theaters am Fluss - widmet sich zehn neuen Produktionen an über 60 Theaterabenden.

Junges Publikum durch Abitur-Material gewinnen

Unter das Motto „Märchen, Mythen, Monster - Das Zeitalter der großen Erzählungen ist vorbei?“ hat man das kommende halbe Jahr gestellt und möchte beweisen, dass es auch in der heutigen Zeit großes Theater geben kann.

Dafür hat sich das TaF als zweite Inszenierung die deutsche Gothic Novelle „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann ausgesucht - aufgeführt als szenische Lesung und ergänzt durch eine kleine Ausstellung zur deutschen Romantik. Hier hoffen die Organisatoren vor allem auf jüngeres Publikum, da die Erzählung in diesem Jahr auch Abitur-Stoff ist.

Mit dem bekannten und beliebten „Herr der Diebe“ geht es dann in der Vorweihnachtszeit weiter. Ein junges Ensemble möchte das Publikum mit dem Stück in das mystische Venedig auf der Schwelle zwischen Wirklichkeit und Fantasie entführen. Für ganz kleine Zuschauer ist übrigens auch etwas dabei: „Fräulein Hicks und die kleine Pupswolke“ ist für Kinder ab 3 Jahren konzipiert.

Hippie-Musical „Hair“ als Hightlight der Saison

Als Highlight wird zum Ende der Spielzeit im Februar das Anti-Kriegs-Musical „Hair“ von 1967 aufgeführt, zusammen mit bekannten Schwerter Musikern wie Thomas Kaessens, Thomas Halbach, Dirk Edelhoff, Stefan Breuer und Stefan Bauer. Der ist nicht nur Vocalcoach, sondern spielt im Musical auch die Hauptrolle des George Berger. „Hair ist eines der coolsten Musicals, die je geschrieben wurden. Knapp 50 Leute sind für das TaF am Start, um das Stück zu realisieren, alle ziehen an einem Strang“, sagt Bauer.

An vier Abenden geht es dann mit Hits wie „Let the Sunshine in“ in der Halle 3 der Rohrmeisterei um Flowerpower und Frieden. Der Vorverkauf beginnt am 15. Oktober, Karten gibt es in der Ruhrtalbuchhandlung oder auf der Homepage des Theaters am Fluss.

In der zweiten Hälfte der Spielzeit warten noch sechs weitere Stücke auf die Besucher des TaF, deren Höhepunkt die Aufführung des Klassikers „Romeo und Julia“ werden dürfte. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Karten

Ab zwei Wochen vor den Aufführungsterminen gibt es die Karten in der Ruhrtal-Buchhandlung, Hüsingstraße 20, oder auf www.theateramfluss.de Einzelkarten gibt es für 10 Euro (erm. 5 Euro), oder im Abo für 75 Euro (erm. 40 Euro).
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