Terrorprozess gegen Kölner Adil Demirci in Türkei vertagt

Der Prozess gegen den in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagten Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci ist nach einer kurzen Verhandlung in Istanbul erneut vertagt worden. Fortgesetzt werde er am 13. Februar 2020, sagte Demircis Anwalt Keles Öztürk der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Für Mitangeklagte seien Ausreisesperren aus der Stadt Istanbul aufgehoben worden. Demirci (33), der für den Termin nicht aus Deutschland angereist war, hatte nach rund 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre bereits im Juni die Türkei verlassen dürfen.

15.10.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Terrorprozess gegen Kölner Adil Demirci in Türkei vertagt

Adil Demirci, Journalist und Sozialwissenschaftler, lehnt am Rathaus in Köln. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Der Fall Demirci ist einer der prominentesten verbliebenen Fälle von Strafverfolgung gegen Deutsche in der Türkei. Demirci, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit hat, war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und anderen Angeklagten Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. Demirci weist die Vorwürfe zurück.

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