Tedesco Trainer bei Spartak: „Gesamtpaket hat mir gefallen“

Vor sechs Monaten musste Domenico Tedesco bei FC Schalke 04 seinen Posten räumen, nun fängt er neu als Trainer in Moskau an. Beim Traditionsverein Spartak gab er nun seine erste Pressekonferenz.

14.10.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der frühere Bundesliga-Coach Domenico Tedesco ist neuer Trainer des russischen Fußball-Erstligisten Spartak Moskau. Der 34-Jährige unterschrieb in der russischen Hauptstadt seinen Vertrag bis Frühjahr 2021, wie der Generaldirektor des Clubs, Tomas Zorn, mitteilte.

„Das Gesamtpaket hat mir gefallen“, sagte Tedesco bei seiner live im Internet übertragenen Pressekonferenz. Es sei ihm eine Ehre, bei einem Club mit dieser Geschichte und diesen Traditionen zu arbeiten. Auch der Rote Platz und die Wucht der russischen Hauptstadt hätten ihm gleich zugesagt.

Nach dpa-Informationen hatte Tedesco am Morgen schon sein erstes Training geleitet. Zuvor hatte der FC Schalke den bis 2022 laufenden Vertrag mit seinem ehemaligen Cheftrainer aufgelöst und damit den Weg für Tedesco freigemacht. Schon im vergangenen März hatte er seinen Posten bei den Gelsenkirchenern nach einer 0:7-Niederlage in der Champions League bei Manchester City räumen müssen.

Vor russischen Journalisten sagte er, dass er seither viel habe nachdenken können. Eine Lehre etwa sei, dass nicht immer etwas verändert werden müsse, was eigentlich gut funktioniere. Ziel sei es nun, Vertrauen bei den Spielern aufzubauen und sie zu vielen Toren zu führen. „Ich habe schon Lust darauf, häufig zu jubeln“, sagte er und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich kenne mittlerweile nahezu alle Spartak-Spieler - erstmal nur mit Nachnamen. Die Vornamen kommen dann noch.“

Bei Spartak trifft er auf den von Borussia Dortmund ausgeliehenen Ex-Weltmeister André Schürrle. „Co-Trainer wird Andreas Hinkel, mit dem ich schon in Stuttgart sehr gut zusammengearbeitet habe“, teilte Tedesco mit. Das russische Hauptstadt-Team hatte in der Liga zuletzt fünf Niederlagen kassiert und sich von Trainer Oleg Kononow getrennt. Mit nur 14 Punkten nach zwölf Spieltagen belegt Spartak in der Tabelle den neunten Platz, Tabellenführer Zenit Sankt-Petersburg hat zwölf Zähler Vorsprung.

„Wir müssen erst einmal die Mannschaft kennenlernen“, sagte Tedesco auf die Frage zu seinen Zielen. Gewöhnungsbedürftig sei für ihn noch, künftig mit einem Dolmetscher zu arbeiten. Er wolle sich aber rasch an die „Schattenstimme“ gewöhnen und auch Russisch lernen. „Ich habe Lust darauf. Ich möchte schon ein paar Sätze sprechen können“, sagte der Trainer. Die Athletik-Trainer seien Russen. „Sie sind auf jeden Fall russischsprachige Jungs, die mich unterstützen.“

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