Tatwaffe Aschenbecher: Angeklagte schweigt

Landgericht Dortmund

Eine Frau aus Lünen kippt becherweise Alkohol in sich hinein geht dann mit einem Aschenbecher und einem Messer auf ihren Ex-Partner los. Jetzt steht sie vor Gericht.

Lünen/Dortmund

, 12.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tatwaffe Aschenbecher: Angeklagte schweigt

Wurde mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt: die Angeklagte. © Jörn Hartwich

Die Tatwaffe war ein gusseiserner Aschenbecher, das Opfer ihr Ex-Partner: Anfang des Jahres soll eine Frau aus Lünen völlig ausgerastet sein. Später griff sie laut Anklage auch noch zu einem Messer. Seit Montag steht die 49-Jährige in Dortmund vor Gericht.

Die Angeklagte ist vom Alkohol gezeichnet. Bei ihrer Festnahme hatte sie 2,8 Promille im Blut. Auch die Polizeibeamten mussten damals wüste Beleidigungen über sich ergehen lassen.

Bei der ersten Tat musste der Ex-Partner der Lünerin mit einer massiven Platzwunde ins Krankenhaus. Der gusseiserne Aschenbecher hatte seine Stirn getroffen. Beim zweiten Mal war es noch schlimmer. Diesmal soll die Angeklagte im Streit mit einem Küchenmesser zugestochen haben.

Die Ärzte stellten später mehrere Stichverletzungen in Brust und Oberkörper fest, außerdem Einschnitte am Hals und Abwehrverletzungen an den Armen.

Zum Prozessauftakt vor dem Dortmunder Landgericht hat sich die 49-Jährige noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. „Erst mal abwarten“, sagte sie den Richtern.

Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund ihrer Alkoholabhängigkeit von verminderter Schuldfähigkeit aus. Vor Gericht droht der Lünerin deshalb nicht nur eine Bestrafung, sondern auch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt oder in der der geschlossenen Psychiatrie.

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