Tankstellenraub: Angeklagter schweigt weiter beharrlich

Landgericht Hagen

Im Prozess um die beiden Überfälle auf die Star-Tankstelle an der Reichshofstraße in Westhofen schweigt der Angeklagte weiter. Die Aussage einer Anthropolgin wird ihm nicht gefallen haben.

Schwerte

, 30.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Hagener Landgericht hat am Donnerstag eine Expertin für Gesichtserkennung vernommen. Die Sachverständige hat in den vergangenen zehn Jahren rund 3500 Gutachten erstattet, bei der sie Gesichter von Fotos realen Personen zuordnen musste. Über die Bilder der Tankstellen-Überwachungskamera sagte die Diplom-Biologin: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich solche Gesichtsmerkmale schon einmal beschrieben habe.“

Konkret geht es um tiefe Schatten, die auf den Aufnahmen unter den Augen des ansonsten maskierten Tankstellenräubers zu sehen sind. Darüber hinaus sind tiefe Furchen in Richtung des oberen Wangenbereichs zu erkennen. Mit Blick auf den angeklagten 46-Jährigen erkannte die Gutachterin „zumindest mal Ähnlichkeiten“. Denn auch in seinem Gesicht seien die Furchen zu sehen.

Welche Schlüsse das Gericht aus dieser Aussage zieht, ist noch nicht klar. Denn Tatsache ist auch, dass die Aufnahmen der Tankstellen-Kameras alles andere als optimal sind. Bei den Augenringen könne es sich auch um Schatten handeln, so die Sachverständige. „Im Grunde müsste man den Angeklagten noch einmal von exakt dieser Kamera Filmen lassen und dann vergleichen.“

Schon am ersten Verhandlungstag wollte die 21-jährige Tankstellen-Kassiererin den Angeklagten wiedererkannt haben: „Diesen Blick werde ich nie vergessen.“

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