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Tag der Offenen Moschee

Zum Tag der offenen Moschee waren wir an der Roonstraße zu Gast und haben uns das Gebetshaus erklären lassen.
04.10.2019
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Die Moschee, sie bietet im Gebetsraum Platz für 800 Männer und 500 Frauen, verfügt am Eingang über Regale, um Schuhe abzulegen. Hygiene und Sauberkeit spielen eine große Rolle, auch in ritueller Hinsicht. So besteht in getrennten Waschräumen die Möglichkeit, vor dem Gebet eine rituelle Waschung von Körperpartien zu vollziehen. Auch ein speziell ausgestatteter Raum zur rituellen Totenwaschung von Kopf bis Fuß, die im Islam eine religiöse Pflicht für die Hinterbliebenen ist, ist vorhanden. Daneben gibt es in der Moschee etwa Ausbildungs- und Freizeiträume, eine Teestube und eine Küche.© Foto Beuckelmann
Am Eingangsbereich der Moschee stehen auf einer elektronischen Anzeigetafel die fünf täglichen Gebetszeiten: Morgens vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, abends und nachts. In muslimischen Ländern wird vom Muezzin vom Minarett aus zum Gebet gerufen. In der Selimiye-Moschee erfolgt der Gebetsruf innerhalb des Gebäudes.© Foto Beuckelmann
An einem erhöhten Lehrstuhl (Kursi) wird der Religionsgelehrte sozusagen zu einem Lehrer. Hier werden Vorträge über islamwissenschaftliche Themen gehalten. Der Unterschied zur Predigtkanzel ist, dass am Lehrstuhl die Vorträge länger sind. Hier können dem Imam auch Fragen gestellt werden oder er erzählt etwas aus dem Islam. Am Lehrstuhl können auch Experten aus anderen Fachbereichen ihr Wissen weitergeben.© Foto Beuckelmann
An der Predigtkanzel links im Bild (Minbar) hält der Religionsgelehrte als Prediger beispielsweise die Freitagspredigt. Dabei kann er aus dem Koran vorlesen oder kann auch Aussprüche des Propheten rezitieren. Das geschieht erstmal einmal auf Türkisch und dann nochmal auf Deutsch.© Foto Beuckelmann
Aybegüm Yildiz (r.) und Vildan Yazici (l.) erläuterten die Gebetsnische im Hintergrund: „Wir wenden uns beim Gebet von Deutschland aus nach Südosten in Richtung Mekka, eine Stadt in Saudi Arabien, dort befindet sich die Kaaba als Zentralheiligtum. Die Gebetsnische (Mihrab) zeigt diese Richtung an. Oberhalb der Nische ist ein Vers aus dem Koran. Er besagt: Wende dein Gesicht in Richtung der Heiligen Moschee. Es ist sozusagen ein spirituelles Tor zur Kaaba. Der Religionsgelehrte stellt sich dorthin und leitet das gemeinschaftliche Gebet. Es gibt Gebete, die kann man nur in Gemeinschaft beten, das Freitagsgebet und die zwei Feiertagsgebete: das Ramadanfest und das Opferfest.© Foto Beuckelmann
In der Moschee beten Frauen und Männer getrennt voneinander, die Frauen auf einer Frauenempore. Vildan Yazici: „Das hat einfach den Grund, dass man beim Gebet sich auf das Gebet konzentrieren muss. Wenn Mann und Frau einfach gemischt beten, kann es sein, dass sowohl Mann als auch Frau sich unwohl dabei fühlt und dann kann man sich aber nicht mehr auf das Gebet wirklich konzentrieren.“© Foto Beuckelmann
Der Innenraum ist reichhaltig mit Mosaiken und Kalligraphien verziert. Im Zentrum des Innenbereichs unter der Kuppel befindet sich ein Brunnen, darüber ein 450 Kilogramm schwerer Leuchter mit über 100 Lampen. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 3 Millionen Euro. 2.400 Quadratmeter Nutzfläche stehen zur Verfügung, davon 640 Quadratmeter Gebetsraum für Männer und Frauen. Es gibt Räume für die Jugendarbeit und für Frauengruppen, eine Teestube und vor der Moschee einen großen Parkplatz.© Foto Beuckelmann
In der Moschee beten Frauen und Männer getrennt voneinander, die Frauen auf einer Frauenempore. Vildan Yazici: „Das hat einfach den Grund, dass man beim Gebet sich auf das Gebet konzentrieren muss. Wenn Mann und Frau einfach gemischt beten, kann es sein, dass sowohl Mann als auch Frau sich unwohl dabei fühlt und dann kann man sich aber nicht mehr auf das Gebet wirklich konzentrieren.“© Foto Beuckelmann
Um den interkulturellen Dialog zu fördern, öffneten am „Tag der offenen Moschee“ zum Abschluss der Interkulturellen Woche drei Moscheen in Lünen, darunter die DITIB Selimiye-Moschee an der Roonstraße. Aybegüm Yildiz (M.) und Vildan Yazici (2.v.l.) führten als Mitglieder der Jugendgruppe Gäste durch die Moschee zusammen mit Erdal Erdogan (r.) als Vorstandsmitglied der 600 Mitglieder zählenden Moscheegemeinde. Sie finanziert sich aus freiwilligen Mitgliedsbeiträgen.© Foto Beuckelmann
Die obere Reihe unter der Kuppel verdeutlichen auf arabisch beispielsweise die 99 Namen und Eigenschaften Allahs. Drei Kalligrafen aus der Türkei haben rund 110 Tage an der künstlerischen Gestaltung der Porzellanfliesen gearbeitet. Im Rahmen der Moschee-Führung erläuterten Aybegüm Yildiz und Vildan Yazici als Mitglieder die sechs Glaubensgrundlagen sowie die fünf Säulen des Islam: Das Glaubenskenntnis als Grundlage aller religiösen Pflichten, die fünf Gebete, die Fastenzeit, die sozialen Pflichtabgaben sowie die Pilgerfahrt nach Mekka, wenn man gesundheitlich und finanziell in der Lage dazu ist.© Foto Beuckelmann