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Tag der Autobahnkirche: Einkehr im aggressiven Autoverkehr

Lichthupe, beschimpfen, ausbremsen - für manche Autofahrer ist die Autobahn eine Kampfzone. Einen kurzen Moment des Durchschnaufens für die Seele bieten dagegen Deutschlands Autobahnkirchen. Am Sonntag werben die Kirchen beider Konfessionen bundesweit für dieses Angebot.

22.07.2018

Mit Gottesdiensten in vielen der 47 deutschen Autobahnkirchen werben die evangelische und katholische Kirche am Sonntag für ihre Gotteshäuser am Autobahnrand. Angesichts eines immer aggressiveren Straßenverkehrs böten die Kirchen den Reisenden einen Ort der Einkehr und kurzen Rast, sagt etwa Pfarrer Michael Otto für die Evangelische Autobahnkirche Ruhr an der Autobahn in Bochum. Um 14.00 Uhr feiert Otto zum Tag der Autobahnkirche in Bochum einen Gottesdienst. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf den immer wieder zu Tage tretenden Aggressionen vieler Autofahrer.

Bei den meist nur zehn Minuten langen Stippvisiten in Autobahnkirchen fänden die Besucher keine Seelsorger vor, sie könnten Erlebtes aber in ein „Anliegenbuch“ schreiben, sagt Otto. Das schließe den Stress mit Unfällen oder aggressiven Verkehrsteilnehmern ein. In der Kirche in Bochum ist ein 1000 Seiten starker Lederband bald voll mit den Sorgen, Nöten und Gedanken der Besucher.

Die Rückzugsorte der katholischen und evangelischen Kirchen an Autobahnen, die es seit den 1960er Jahren gibt, werden sehr unterschiedlich genutzt. Manche Gotteshäuser auf Raststätten an befahrenen Reiserouten zählen bis zu 1000 Personen am Tag. Die Statistik orientiert sich dabei unter anderem am Verbrauch der Kerzen.

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