Tafeln wollen bei Dieselfahrverboten Ausnahmegenehmigungen

Die Tafeln in Nordrhein-Westfalen wollen Ausnahmegenehmigungen beantragen, falls es zu Dieselfahrverboten kommt. Dies sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Tafeln in NRW, Wolfgang Weilerswist, der Deutschen Presse-Agentur. Die Fahrverbote seien eine Herausforderung für die Arbeit der Tafeln. „Wir haben ja nicht nur die neuesten Modelle, sondern auch viele ältere. Damit würden wir in bestimmte Städte nicht mehr reinkommen. Wir haben auch nicht das Geld für eine Umrüstung oder eine Neuanschaffung.“ Die Tafeln bräuchten eine kostenlose Hardwarenachrüstung oder Hilfe in anderer Form, sagte er weiter. Er schätzte die Zahl der Tafel-Fahrzeuge in Nordrhein-Westfalen auf rund 1000.

25.12.2018, 10:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tafeln wollen bei Dieselfahrverboten Ausnahmegenehmigungen

Ein Kunde der Essener Tafel wartet vor einem Tafel-Kühlfahrzeug auf die Lebensmittelausgabe. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Mit Last- und Kühlwagen sammeln die 173 Tafeln in NRW überschüssige Lebensmittel und andere Waren von Händlern und Herstellern ein und verteilen sie an Bedürftige. Gerichte hatten Fahrverbote etwa für Köln und Essen angeordnet. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig.

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