Swing an Heiligabend fällt aus: Keine Alternative zum Lükaz gefunden

dzJazz Club

Der Swing in den Heiligen Abend mit der Big Band der Musikschule ist bei den Lünern beliebt. Doch dieses Jahr wird es das Konzert nicht geben, obwohl die Musiker was zu feiern gehabt hätten.

Lünen

, 17.12.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Jazz-Club organisiert dieses Konzert seit mehr als 20 Jahren - der Swing in den Heiligen Abend, immer am Abend des 23. Dezembers, ist für viele Lüner eine lieb gewonnene Tradition.

Umso trauriger, dass das Konzert mit der Big Band der Musikschule in diesem Jahr ausfallen muss. Das liegt nicht daran, dass die Musiker Terminprobleme haben. Sondern an den immer noch nicht beendeten Renovierungsarbeiten im Lüner Kultur- und Aktions-Zentrum (Lükaz).

Denn die Big Band sollte - wie in den vergangenen Jahren immer - auch am 23. Dezember 2019 im Lükaz auf der Bühne stehen. Dort ist ausreichend Platz - sowohl für das große Ensemble als auch für die vielen Zuschauer.

Doch der Brand im Lükaz Ende vergangenen Jahres machte den Organisatoren vom Jazz-Club, der Big Band und den Besuchern einen dicken Strich durch die Rechnung.

Weil es erst hieß, man könne das Lükaz im Sommer wieder nutzen, schrieb Götz Hartmann, Vorsitzender des Jazz Clubs ins Club-Programm den „Swing in den Heiligen Abend“. Plakate wurden gedruckt und aufgehängt. Doch dann kam die schlechte Nachricht vom Stadtbetrieb Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL). Das Lükaz wird in diesem Jahr nicht mehr öffnen. Im Gegenteil, weil sich die Arbeiten als aufwendiger erwiesen haben als gedacht, müssen sich die verschiedenen Gruppen, das Lükaz-Team, die Volkshochschule und die Musikschule nun noch bis zum 1. Mai gedulden. Dann soll das Zentrum wieder öffnen.

„Wir haben alles versucht, aber keine Alternative gefunden, das war alles unrealistisch, zu klein oder zu teuer“, so Götz Hartmann. Der Jazz-Club ist definitiv zu klein. „Wir haben Platz für 100 Leute und wenn alleine 25 Musiker da sind, passen einfach nicht genug Zuhörer rein.“

Auch in der Region hatte sich der Jazz Club-Vorsitzende nach einer räumlichen Alternative umgehört: „Aber da war vieles schon ausgebucht oder die Location lag zu weit draußen.“ Die Miete des Hansesaals wäre für den Jazz Club zu teuer gewesen.

Im kommenden Jahr soll es wieder einen „Swing in den Heiligen Abend“ geben. Zumal in diesem Jahr wohl eigentlich ein Jubiläum hätte gefeiert werden können. „Ich meine, dieses Jahr wäre es das 25. Konzert dieser Art gewesen“, so Hartmann. Noch ein Grund, warum die Musiker besonders traurig sind, dass die Veranstaltung ausfallen muss.

Nun hoffen die Big Band und die Jazz Club-Verantwortlichen, dass sich die Fertigstellung des Lükaz nicht noch mal verzögert und sie am 23. Dezember 2020 wieder in den Heiligen Abend swingen können. Hartmann: „Ich hoffe, es entwickelt sich nicht so wie beim Berliner Flughafen.“

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