Sturm weist Vorwurf der Steuerhinterziehung in Teilen zurück

Profiboxer Felix Sturm hat den gegen ihn erhobenen Vorwurf der massenhaften Steuerhinterziehung in Teilen zurückgewiesen. Der 40-Jährige ließ am Donnerstag von seinen Verteidigern erklären, dass die Schweizer Sportvermarktungsfirma, bei der er von 2009 an unter Vertrag war, als Boxpromoter für ihn tätig gewesen sei. Zahlungseingänge bei der Firma wie beispielsweise Sponsoren- oder TV-Gelder seien daher steuerlich nicht Sturm selbst zuzurechnen, erklärte Rechtsanwalt Nils Kröber vor dem Kölner Landgericht. Der Angeklagte begründete den Wechsel zu der Schweizer Firma mit einer „größeren finanziellen Sicherheit für mich und meine Familie“, die der Vertrag geboten habe.

14.11.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sturm weist Vorwurf der Steuerhinterziehung in Teilen zurück

Felix Sturm, ehemaliger Box-Weltmeister, weist den Vorwurf der Steuerhinterziehung in Teilen zurück. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Die Staatsanwaltschaft geht hingegen davon aus, dass die Schweizer lediglich als Treuhänder Geld für Sturm vereinnahmte, ohne Leistungen als Promoter zu erbringen. Aus ihrer Sicht fallen die Einnahmen der Firma in die Steuersphäre des Angeklagten.

In dem Verfahren legt die Anklage dem 40-Jährigen zur Last, zwischen 2009 und 2017 insgesamt rund 5,8 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Zudem wird Sturm ein Dopingverstoß und damit einhergehende Körperverletzung zur Last gelegt.

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