Studie: Zu viele Krankenhäuser

In Deutschland gibt es einer neuen Studie zufolge zu viele kleine Krankenhäuser. Darunter leide die Versorgung der Patienten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Bertelsmann Stiftung. Kleine Kliniken verfügten häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung, um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall angemessen behandeln zu können. Viele Komplikationen und Todesfälle ließen sich vermeiden, wenn die Zahl der Krankenhäuser von derzeit knapp 1400 auf unter 600 Kliniken reduziert werde.

15.07.2019, 09:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Studie: Zu viele Krankenhäuser

Ein Schild mit der Aufschrift „Klinikum“. Foto: Martin Schutt/Archivbild

Die Bündelung von Ärzten und Pflegepersonal sowie Geräten in weniger Krankenhäusern würde zu einer höheren Versorgungsqualität führen - vor allem in der Notfallversorgung und bei planbaren Operationen, betonen die Autoren der Studie. Nur in ausreichend großen Kliniken könnten beispielsweise Facharztstellen rund um die Uhr besetzt werden. Auch Computertomographen und andere wichtige Geräte könnten dann in allen Kliniken bereit stehen.

Zudem kommen nach Ansicht der Wissenschaftler zu viele Menschen ins Krankenhaus. Etwa fünf Millionen Patienten pro Jahr könnten genauso gut ambulant behandelt oder operiert werden. Die Zahl der Krankenhausfälle ließe sich so bis 2030 auf 14 Millionen in Jahr senken.

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