Studie: Studenten müssen immer höhere Mieten stemmen

Studenten müssen laut einer Studie auch in NRW-Städten immer mehr für die Mieten zahlen. Zugleich halten ihre Durchschnittseinkommen mit dem Anstieg der Wohnkosten nicht Schritt, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Analyse des Finanzberaters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Demnach sind die Mieten für eine Musterwohnung in bundesweit 30 untersuchten Hochschulstädten binnen eines Jahres um durchschnittlich 4,6 Prozent gestiegen. Im Mittel wurden 403 Euro im Monat fällig - Tendenz steigend.

25.09.2019, 10:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Studie: Studenten müssen immer höhere Mieten stemmen

Verschiedene Euro-Geldscheine stecken in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild

Im bundesweiten Schnitt der Mietsteigerungen liegen die NRW-Hochschulstädte Düsseldorf (4,7 Prozent), Köln (4,6) und Bochum (4,6). Unterdurchschnittlich stiegen die Mieten für kleine Studentenwohnungen in NRW zwischen dem zweiten Quartal 2018 und dem zweiten Quartal dieses Jahres in Münster (3,9 Prozent) Bonn (3,5) und Aachen (3 Prozent) an.

Zugrunde gelegt wurde eine Wohnung mit 30 Quadratmetern in normaler Ausstattung, erbaut im Jahr 1995 und mit 1,5 Kilometern Entfernung zur Universität. Auch die Nebenkosten wurden einbezogen. Für solche Wohnungen müssen Studenten in München am meisten Miete bezahlen mit 717 Euro, gefolgt von Stuttgart (542) und Frankfurt (505).

In Nordrhein-Westfalen sind solche Wohnungen mit 459 Euro Miete in Köln am teuersten, gefolgt von Bonn (424 Euro), Düsseldorf (404), Münster (392), Aachen (362) und Bochum (287).

Zugleich hätten die Einkommen der Studenten in den vergangenen Jahren stagniert bei im Schnitt rund 900 Euro pro Monat, wie die Autoren schreiben. Der zu diesem Wintersemester gestiegene Wohnzuschlag als Bestandteil des Bafögs reiche selbst als Höchstsatz (325 Euro/Monat) in mehr als zwei Dritteln der Städte nicht für die Miete einer Musterwohnung aus.

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