Studie: Motorradschutzkleidung verhindert Todesfälle nicht

Motorradfahrer profitieren laut einer Studie nicht von den allgemeinen Fortschritten in der Verkehrssicherheit. So verhindert die übliche Schutzkleidung mit Protektoren bei einem Aufprall auf ein Hindernis bereits ab einer Geschwindigkeit über 25 Stundenkilometer keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die Unfallforschung der Versicherer (GDV) am Dienstag in Münster vorstellte.

30.07.2019, 13:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Studie: Motorradschutzkleidung verhindert Todesfälle nicht

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. Foto: Peter Steffen/Archivbild

„Wir müssen klar sagen, dass keine praktikable Schutzkleidung in der Lage ist, bei einem Aufprall mit üblicher Landstraßengeschwindigkeit eine tödliche Verletzung zu verhindern“, sagte der Leiter der Unfallforschung, Siegfried Brockmann. 2018 starben bundesweit 619 Motorradfahrer im Straßenverkehr.

Das große Verbesserungspotenzial sitze auf dem Motorrad, sagt Brockmann: Zwei Drittel aller getöteten Motorradfahrer auf Landstraßen hätten den Unfall selbst verursacht. Der Experte sprach sich daher für ein verpflichtendes Fahrsicherheitstraining aus. Für die Studie hatte er über 2000 schwere Zweirad-Unfälle ausgewertet.

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