Strompreise in Lünen: Kunden der Stadtwerke müssen ab April mehr zahlen

dzEEG-Umlage

Die Stadtwerke Lünen erhöhen die Strompreise. Verbraucher müssen ab dem 1. April mehr zahlen. Einzelne Erhöhungen unterscheiden sich, je nach Stromtarif. Es kann Abweichungen geben.

Lünen

, 14.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtwerke Lünen (SWL) erhöhen wie die meisten anderen Anbieter auch die Strompreise. Angesetzt ist die kommende Erhöhung für den 1. April 2020. Wer von der bevorstehenden Erhöhung betroffen ist und nun tiefer in die Tasche greifen muss, erfährt dies durch die öffentliche Bekanntmachung aber nur, wenn er die sogenannte Grundversorgung erhält.

Stadtwerke machen keine Pauschalangaben

Sobald ein Stromkunde einen „Sondertarif“ gewählt hat, gestaltet sich auch die Erhöhung ganz individuell, heißt es von den Stadtwerken. Folglich bekommt jeder Kunde entsprechende Post. Es gebe viele verschiedene und auch „unterschiedliche Tarifzusammensetzungen“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Jasmin Teuteberg.

In diesen Sonderfällen seien die SWL nicht in der Lage, einen Pauschalbetrag zu veröffentlichen. „Unabhängig vom Tarif, den ein Kunde gewählt hat, erhalten alle Kunden ein Anschreiben, in dem ihre jeweilige Erhöhung mitgeteilt wird.“

Wie viele Kunden genau von den Erhöhungen betroffen sind, sagen die Stadtwerke nicht. „Die Anzahl unserer Kunden in den einzelnen Segmenten sind wettbewerbsrelevante Vertriebsdaten, die wir nicht veröffentlichen.“

Senkung der EEG-Umlage 2019 fast kompensiert

Die Grundversorgung im Strom wird um bis zu 2,23 Euro im Monat erhöht. Der Sondertarif „Lünen Strom proCity“ kann um bis zu 3,19 Euro im Monat ansteigen.

Die Stadtwerke erklären auf Anfrage, insbesondere die EEG-Umlage und die angestiegenen Kosten für die Netzbetreiber seien Grund dafür, dass der Preis angehoben wird.

Kurios: Die EEG-Umlage war von 2018 auf 2019 gesunken, davon bekamen die Stromkunden jedoch im Gegensatz zur nun erfolgten Erhöhung nichts mit.

„Grundsätzlich sind die Umlagenveränderungen in Gänze zu betrachten, darunter spielen auch Faktoren wie Beschaffungskosten und Marktentwicklungen, wie zum Beispiel die Kosten für Emissionszertifikate eine kalkulatorische Rolle“, sagt Jasmin Teuteberg.

Bei der Umlagensenkung 2019 sei zudem zu berücksichtigen, dass der Anstieg der Umlage für Offshore-Anlagen die EEG-Senkung fast kompensiert habe.

Bessere Aussichten für 2021

Die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) dient als Kompensation für Strom, den Anbieter privaten Erzeugern zu festen Konditionen abnehmen müssen. Wenn eine private Photovoltaik-Anlage Strom ins Netz einspeist, kann es also vorkommen, dass der Anbieter für diesen Strom mehr zahlt als den aktuellen Preis an der Strombörse.

Für 2020 ist diese Umlage um 0,351 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) auf 6,756 ct/kWh gestiegen. Ab 2021 rechnet man hingegen allgemein mit einer Senkung der Umlage, wie es auch der Klima-Kompromiss der Bundesländer vorsieht. Die Frage ist, wann diese Senkung dann bei den Kunden ankommt.

Hilfe am Telefon

Für Kunden, die Hilfe bei ihrem Stromtarif benötigen, steht das Kundendienstzentrum der Stadtwerke Lünen an der Borker Straße 56-58 oder telefonisch unter Tel. (02306) 707 3000 zur Verfügung.
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