Strom und Gas werden in Schwerte zu Jahresbeginn deutlich teurer

Energiepreise

Die Stadtwerke verschicken 23.000 Schreiben an ihre Kunden - mit schlechten Nachrichten: Strom und Gas werden zu Jahresbeginn deutlich teurer. Daran ist auch der warme Sommer Schuld.

Schwerte

, 16.11.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Strom und Gas werden in Schwerte zu Jahresbeginn deutlich teurer

Die Gaspreise steigen mit den Strompreisen im Gleichschritt. © picture alliance / Franziska Gab

Kohle-Kraftwerken mangelte es im regenarmen Sommer an Kühlwasser, sodass teuer produzierende Gas-Kraftwerke eingeschaltet werden mussten. Das ist nur einer der Gründe, weshalb die Großhandelspreise zu einem Höhenflug angesetzt haben. Auch das Bündel der zahlreichen gesetzlichen Abgaben sowie die von der Politik geplante Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken wirken sich negativ auf die Kosten aus.

Börsenpreis ist Preistreiber

„Im Frühjahr haben die Preise angefangen zu steigen“, berichtet Sonja Bruske, Vertriebsleiterin der Stadtwerke: „Zurzeit ist der Börsenpreis der Preistreiber.“ Deshalb müssen auch die Stadtwerke Schwerte ihre Strompreise zum 1. Januar deutlich erhöhen. Für Kunden des Ruhrpower-Angebots steigen sie um 3,2 Prozent auf brutto 29,55 Cent pro Kilowattstunde. In der Grundversorgung, die nur für rund 20 Prozent aller Kunden (einschließlich Leerwohnungen und Gemeinschaftsstromzähler) gilt, sogar um 4,56 Prozent auf brutto 31,85 Cent.

Im Gleichschritt mit dem Strom steigen auch die Gaspreise mit. In der für einen Durchschnittshaushalt geltenden Kategorie bis 25.000 Kilowattstunden/Jahr kostet die Kilowattstunde in der Grundversorgung ab Januar brutto 7,297 Cent – ein Plus von 8 Prozent. Um denselben Prozentsatz steigt der Preis für Sondervertragskunden auf brutto 6,7 Cent pro Kilowattstunde.

0,12 Prozent Bilanzierungsumlage

Besser geht es rund der Hälfte der Gaskunden, die sich für einen Tarif wie „Ruhrpower36“ entschieden hatten, für dessen Laufzeit die Stadtwerke einen stabilen Tarif versprochen hatten. „Wir halten das Versprechen“, betont Sonja Bruske. Weitergereicht werden muss nur erstmals die sogenannte Bilanzierungsumlage für die Übertragungsnetzbetreiber, die von 0,00 auf 0,12 Cent erhöht wurde. Für die Kunden bedeutet das, dass sie künftig 6,14 Cent pro Kilowattstunde zahlen müssen.

„Außerdem gibt es weiterhin die Bündelrabatte“, sagt Sonja Bruske. Wer also auch noch Wasser oder Telefonie von den Stadtwerken bezieht, kann sparen. Die haben vorausschauend auch schon einige Energiemengen im Vorjahr zu günstigeren Konditionen geordert. Ein Jahr – so Sonja Bruske – sollten die Preise jetzt „auf jeden Fall stabil“ bleiben. Schöner wäre es, wenn das noch länger der Fall sein könnte: „Aber im Moment sieht es nicht so aus. Aktuell geht es an der Börse steil nach oben.“

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