Streit im Zug nach BVB-Spiel: Mann wird aus der Bahn geworfen

dzZwischen Hörde und Aplerbeck

Ein Streit in der Bahn, zwischen Hörde und Schwerte, etwa zwei Stunden nach Abpfiff des BVB-Spiels. Am Ende fällt ein Mann aus dem Zug. Was war da los am Samstagabend in Aplerbeck?

Schwerte, Aplerbeck

, 08.12.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man merkte: Da schaukelt sich was hoch“, erinnert sich ein Augenzeuge. Ein 54-jähriger aus Schwerte, der darum bittet, dass man seinen Namen bitte nicht nennt in diesem Zusammenhang.

Auf dem Rückweg vom 5:0-Sieg des BVB gegen Fortuna Düsseldorf sei er gewesen, wie viele in diesem Zug. Die Stimmung war bestens bei den Fans von Borussia Dortmund. Bei einer Gruppe aber nicht.

Streit in einer 15 Mann starken Gruppe junger Männer

Rund 15 junge Männer seien es gewesen, erinnert sich der Schwerter, der ein paar Meter entfernt stand. Zwischen 20 und 25 Jahren müssten die gewesen sein, schätzt der Zeuge. Was genau sie untereinander geredet hätten, was genau der Anlass für den Streit gewesen sei – das könne er nicht sagen. Das sei nicht so klar zu verstehen gewesen.

Allerdings sei ihm und anderen Fahrgästen schnell klar geworden: Das könnte eskalieren. Einige hätten versucht zu schlichten, aber vergeblich. „Irgendwann sind die aufeinander losgegangen.“

Plötzlich geht die Tür auf und ein Mann fällt hinaus

Da sei die Regionalbahn 53, die vom Dortmunder Hauptbahnhof über die Haltstelle Stadion, dann über Hörde, Aplerbeck-Süd und Schwerte weiter Richtung Iserlohn fährt, schon kurz vor Aplerbeck gewesen. Als plötzlich mitten im Handgemenge die Tür aufgegangen sei. Ein Mann sei rausgefallen, die Tür habe sich geschlossen. Und nur ganz kurze Zeit später sei man dann am nächsten Bahnsteig angekommen.

Die Polizei bestätigte den Fall am Sonntag, konnte aber zu den Einzelheiten noch nicht viel sagen. Nur so viel: Ja, ein Mann sei geschlagen worden und wohl auch aus dem Zug gefallen. Die Bahn sei zu diesem Zeitpunkt allerdings „langsamer als Schrittgeschwindigkeit“ gewesen. Die Art der Verletzungen würden aber eher von der Schlägerei stammen als vom Sturz aus der Bahn.

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Polizei konnte am Sonntag noch keine offiziellen Angaben machen

Nach dem Vorfall stand er Zug ungefähr eine halbe Stunde am Bahnhof in Aplerbeck-Süd. Polizisten befragten Zeugen. Eine Rettungswagen-Besatzung kümmerte sich um den Verletzten, zu dessen Alter, Wohnort und Herkunft die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen konnte.

Die Täter indes seien da schon lange weg gewesen, vermutet der Zeuge aus Schwerte. Die Mitglieder der streitenden Gruppe hätten sich direkt nach dem Halt in Aplerbeck-Süd aus dem Staub gemacht.

Prügeleien und Körperverletzungen gehören zum Alltag

Ein offizielles Statement von der Bundespolizei, die für Einsätze in Zügen und an Bahnhöfen zuständig ist, war am Sonntag nicht zu bekommen. Dort verwies man auf den Montag, wenn der komplette Bericht der am Einsatz beteiligten Kollegen vorliegen werde. Für einen Zeugen, der so etwas verfolgt habe, könne das natürlich ein besonderes Ereignis sein. Für Polizisten, zu deren Einsatzbereich auch der Dortmunder Hauptbahnhof gehöre, seien Prügeleien und Körperverletzungen aber leider Alltag – gerade zu Weihnachtsmarkt- und Heimspielzeiten.

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