Streik bei Eurobahn: Gewerkschaft fordert neues Angebot

Im Tarifkonflikt bei der Eurobahn ist auch nach mehr als einer Woche Streik keine Einigung in Sicht. Am Dienstag fielen nach Unternehmensangaben bis zum Mittag 14 Züge ganz oder teilweise aus. Besonders betroffen sei das Ostwestfalen-Lippe-Netz, sagte eine Sprecherin. Auf einzelnen betroffenen Verbindungen seien Ersatzbusse eingesetzt worden.

17.12.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Streik bei Eurobahn: Gewerkschaft fordert neues Angebot

Im Tarifkonflikt bei der Eurobahn ist auch nach mehr als einer Woche Streik keine Einigung in Sicht. Foto: Guido Kirchner/Archivbild

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Torsten Westphal, warf der Eurobahn-Geschäftsführung bei einer Kundgebung in Düsseldorf vor, auf Konfrontation zu setzen. Statt eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, schicke das Unternehmen Leiharbeiter in die Werkstätten und vergifte so zunehmend das Klima. Die Gewerkschaft werde den Arbeitskampf so lange fortsetzen, bis ein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorliege.

Die EVG, die zum Streik aufgerufen hat, fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Keolis hatte betont, man habe bereits 2018 ein Wahlmodell mit bis zu 36 Tagen Jahresurlaub eingeführt, die EVG fordere aber bis zu 42 Tage Jahresurlaub. Ein mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) abgeschlossener Tarifvertrag werde für alle Mitarbeiter angewendet. Er sehe eine Tariferhöhung von 5,2 Prozent über zwei Jahre vor.

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