Streik bei Amazon soll Zustellung der Weihnachtsgeschenke boykottieren

Neuer Verdi-Streik

Die Gewerkschaft Verdi hat, wie angekündigt, einen Streik bei Amazon in Werne und Leipzig ausgerufen. Sie will das Weihnachtsgeschäft des Online-Riesen treffen. Aber der bleibt gelassen.

von Jörg Heckenkamp, dpa

Werne

, 17.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Streik bei Amazon soll Zustellung der Weihnachtsgeschenke boykottieren

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Online-Versandhändlers Amazon für Montag und Dienstag, 17. und 18. Dezember 2018, zum Streik aufgerufen. © Mario Bartlewski

Verdi rief Amazon-Mitarbeiter am Standort Werne auf, bis Dienstagabend zu streiken. Der Ausstand könnte jedoch bald auf mehr Standorte und längere Zeit ausgeweitet werden, sagte ein Sprecher. Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten am Standort Rheinberg nahe Duisburg bereits vergangene Woche zum Arbeitskampf aufgerufen. In Leipzig soll der Streik bis Heiligabend dauern.

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Laut Amazon ist die Zustellung der Pakete pünktlich zu Weihnachten aber nicht in Gefahr. Amazon erklärte, man sei gut vorbereitet. „Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens“, heiß es. Die „überwältigende Mehrheit“ der Mitarbeiter arbeite normal.

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Die Gewerkschaft kämpft seit 2013 erfolglos für einen Tarifvertrag für die rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers in Deutschland.

Das sagt das Unternehmen: „Die Gewerkschaft ver.di hat an den Amazon Logistikstandorten in Leipzig und Werne zum Streik aufgerufen. Dort haben in der heutigen Frühschicht weniger als 350 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Wir sind gut auf Weihnachten vorbereitet. Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal. Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann. Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist. In Deutschland beginnen die Mitarbeiter mit einem Lohn von umgerechnet mindestens 10,78 Euro brutto pro Stunde. Nach 24 Monaten sind es im Durchschnitt 2.397 Euro brutto im Monat, inklusive zusätzlicher Leistungen wie leistungsbezogener Boni. Hinzu kommen Überstundenzuschlag, Aktien und weitere Zusatzleistungen. Zusätzlich bietet Amazon innovative Programme wie „Career Choice“ an, in dessen Rahmen Amazon die berufliche Ausbildung der Mitarbeiter fördert. Amazon übernimmt 95 Prozent der Kosten für bundesweit anerkannte Kurse.“
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