Streik: Verdi ruft für zwei Tage bei Amazon zum Ausstand auf

Tarif-Auseinandersetzung

Die Nadelstiche der Gewerkschaft gegen den Online-Riesen gehen weiter. Erneut sollen Amazon-Mitarbeiter streiken, was in der Regel aber nur ein Bruchteil tut.

Werne

, 02.11.2018, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Streik: Verdi ruft für zwei Tage bei Amazon zum Ausstand auf

Verdi ruft erneut zum Streik bei Amazon in Werne auf. © Foto: Jörg Heckenkamp

Die Gewerkschaft verdi ruft am Freitag, 2. November 2018, die Beschäftigten von Amazon an den NRW-Standorten in Rheinberg und Werne erneut dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Verdi will bei dem Online-Händler die Tarifverträge des Einzelhandels durchsetzen.

Landesfachbereichsleiterin Silke Zimmer von der Gewerkschaft sagt: „Wenn ein milliardenschweres Handelsunternehmen wie Amazon nicht nach den Tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt, dann zeugt das von einer schaurig-schlechten Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“ Gerade ein solches Unternehmen könne allen ein existenzsicherndes Einkommen bezahlen und damit zu einem wohlverdienten, sorgenfreien Ruhestand beitragen. Der Streik wird am morgigen Samstag an beiden Standorten fortgesetzt.

Das Unternehmen dagegen hat sich in der Vergangenheit zu den Streiks und den Vorwürfen der Gewerkschaft wie folgt geäußert: „Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann. Amazon schafft attraktive und sichere Arbeitsplätze. Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland mindestens 10,52 Euro brutto pro Stunde. Darüber hinaus haben wir eine offene Unternehmenskultur und kommunizieren ständig direkt mit unseren Mitarbeitern und Betriebsräten.“

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