Streifenwagen: NRW-Polizei fährt Van und Klein-Transporter

Neue Vielfalt bei der Polizei: Statt auf einen Standard-Streifenwagen setzt man künftig auf zwei Modelle. Beide sind deutlich größer als ihr Vorgänger.

23.09.2019, 16:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf BMW folgen Ford und Mercedes: Innenminister Herbert Reul (CDU) hat in Düsseldorf die neuen Streifenwagen der nordrhein-westfälischen Polizei vorgestellt. Der Ford S-Max und der Mercedes Vito sollen die stetig gewachsene Menge an Ausrüstung künftig bewältigen. Das Platzangebot der BMW-Kombis im Streifenwageneinsatz war von Polizisten als zu gering kritisiert worden.

Die neuen Streifenwagen sind deutlich größer. Insgesamt werden 2200 Stück gekauft und nicht mehr geleast. 116 Millionen Euro stehen dafür von 2019 bis 2021 bereit.

„Den einen perfekten Streifenwagen gibt es nicht“, sagte Reul am Montag. Deswegen setze man nun erstmals auf zwei verschiedene, sich ergänzende Modelle. Sie seien ebenfalls erstmals von den Betroffenen mit ausgewählt worden. „Wir wollten, dass die Menschen, die täglich die Autos benutzen, sie auch aussuchen“, so der Minister.

Besonderes Augenmerk lag auf dem Ladungsmanagement. Die Ausrüstung der Beamten, einschließlich besonders gesicherter Maschinenpistolen im Kofferraum, ist immer umfangreicher geworden. Mit aufwendigen Tests habe man sicherstellen müssen, dass sich die verschiedenen technischen Systeme nicht gegenseitig elektromagnetisch stören.

Die neuen Streifenwagen haben eine Rückfahrkamera und Kameras für den Fahrweg vorne, Blaulicht auch an den vorderen Fahrzeugecken, um früher gesehen zu werden, sowie Schreibflächen auf den Rücksitzen und am Kofferraum. Beide Modelle werden von Zwei-Liter-Dieselmotoren der Euro-6-Norm mit je 190 PS angetrieben.

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte die Beteiligung der Polizisten an der Auswahl der Modelle. Damit sei eine Forderung der Gewerkschaft umgesetzt worden. „Es geht um ihren Arbeitsplatz“, sagte GdP-Landeschef Michael Mertens.

Von den 2200 neuen Streifenwagen entfällt ein Drittel auf den Ford S-Max, ein weiteres Drittel auf den Mercedes Vito. Beim restlichen Drittel können die 47 Kreispolizeibehörden in NRW selber entscheiden, welches der beiden neuen Modelle geordert werden soll.

So können etwa Unterschiede beim Einsatz in Großstädten und ländlichen Regionen berücksichtigt werden. Parallel zu den neuen Streifenwagen erhalte die Polizei in den kommenden drei Jahren zudem rund 900 neue Zivilfahrzeuge, verriet die GdP.

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