Straßenwärter beschimpft: Respekt für Risiko-Job gefordert

Autofahrer lassen ihren Frust über Baustellen auf Autobahnen immer häufiger an Straßenwärtern im Einsatz aus. „Vielfach ist es heute so, dass die Kollegen draußen beschimpft oder mit Gegenständen beworfen werden, weil man sich durch ihre Arbeit behindert fühlt“, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebs Straßen.NRW und damit Chefin der rund 1900 Straßenwärter in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch in Dorsten. Dem gefährlichen und für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer wichtigen Beruf müsse mehr Respekt und Anerkennung entgegengebracht werden.

01.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Straßenwärter beschimpft: Respekt für Risiko-Job gefordert

Straßenwärter sperren die Autobahn A43. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Der Beruf des Straßenwärters ist nach Angaben von Straßen.NRW 13 Mal gefährlicher als ein vergleichbarer Job. So wurden seit 1993 mehr als 500 fremdverschuldete Unfälle mit verletzten Mitarbeitern registriert. 19 Beschäftigte starben bei solchen Unfällen.

Stetig verbesserte Arbeitssicherheit sei daher überlebenswichtig, sagte Sauerwein-Braksiek. Daher würden derzeit selbstblinkende Warnwesten eingeführt. Auch die Reflektoren an der Schutzkleidung der Straßenwärter wurden verbessert: Sie sind längs und quer angebracht, so dass sie in jeder Position sichtbar sind und Bewegungen erkennbar machen. Weil immer mehr Frauen den Beruf ergreifen, gibt es erstmals auch eine anders geschnittene weibliche Kollektion.

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