Strafverfolger zu langsam: Drei Beschuldigte freigelassen

Die NRW-Justiz hat in diesem Jahr drei mutmaßliche Straftäter wegen zu langsamer Arbeit der Behörden aus der Untersuchungshaft freilassen müssen. Dies habe Verfahren wegen Drogenhandels und Raubes betroffen, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um zwei Fälle, die beide im Bereich des Oberlandesgerichts Köln angesiedelt gewesen seien. Drei mutmaßliche Täter seien im Verhältnis zu früheren Jahren relativ wenig, der Trend sei rückläufig.

17.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge ebenfalls drei Verdächtige freigelassen und 2016 fünf Beschuldigte trotz weiter bestehenden dringenden Tatverdachts auf freien Fuß gesetzt worden. Für Haftsachen gilt ein Beschleunigungsgebot. Nach sechs Monaten U-Haft ist bei jedem Gefangenen von einem Gericht zu prüfen, ob die Fortdauer der Haft gerechtfertigt ist.

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