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Strafanzeige für 88-Jährigen trotz Waffenamnestie

Illegaler Waffenbesitz

Der Versuch einer Waffenabgabe im Rahmen der Waffenamnestie hat für einen 88-Jährigen eine Strafanzeige zur Folge. Der Senior hatte einen Kofferraum voller Kriegswaffen und Sprengstoff.

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Coesfeld

, 02.07.2018
Strafanzeige für 88-Jährigen trotz Waffenamnestie

Wer illegal Waffen besaß, konnte diese ein Jahr lang straffrei abgeben. © dpa

Am Freitag schaute der 88-Jährige bei der Polizeiwache in Coesfeld vorbei und lud die Beamten ein, in den Kofferraum seines Autos zu schauen. „Die Kollegen staunten nicht schlecht“, schilderte ein Polizeisprecher am Montag. Denn der Kofferraum war voll mit Munition, Sprengstoff und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Einzelnen handelt es sich um vier Langwaffen, fünf Pistolen, einen Revolver und zwei Maschinenpistolen. Dazu reichlich Munition und ca. 4 kg Sprengstoffe. Der Mann, der bei Kriegsende 15 Jahre alt war, hatte das alles aufbewahrt.

Amnestie nicht für Kriegswaffen und Sprengstoff

Aus der Amnestie für die straffreie Abgabe illegaler Waffen wurde allerdings nichts: Denn die bezog sich nicht auf Kriegswaffen und Sprengstoff. Deshalb bekam der Rentner eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz. Die fachgerechte Entsorgung des Sprengstoffes übernahmen Experten des LKA.

Von dpa

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