Stinkender Boden soll weg

26.07.2018, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stinkender Boden soll weg

Die gelbe Maschine bohrt mit dem gelben, runden Bohrer nach und nach 300 Löcher in den Boden. Aus dem Loch wird der alte Boden herausgeholt, und neuer kommt hinein. © Marcel Drawe

In Massen-Nord in der Nähe des Kreisverkehrs riecht es seit einigen Tagen ganz seltsam. Das liegt an einer großen Baustelle. Neben dem Kreisverkehr ist ein Schrottplatz. Darauf wurde eine 2,50 tiefe Grube ausgebaggert. Sie hat eine Fläche von 1000 Quadratmeter, ist also ungefähr 20 Meter breit und 50 Meter lang.

In der Grube steht eine riesige Maschine, ein Großlochbohrer. Er ist 30 Meter hoch und wiegt 125 Tonnen, so viel wie sieben große Reisebusse. Das Gerät bohrt sieben Meter tiefe Löcher in den Boden, insgesamt 300 Stück.

Aus den Löchern wird mit dem Riesengerät die Erde herausgeholt und weggebracht. Und diese Erde verströmt den Gestank. Sie ist giftig. Vor 80 Jahren wurde an der Stelle giftiger Müll abgekippt und mit Schutt und Erde zugedeckt.

Damals gab es niemanden, der das verhinderte, weil sich auch noch niemand so recht mit dem Gift auskannte. Heute steht fest: Dieser giftige Boden muss ausgebuddelt werden. Er kommt zu speziellen Deponien oder wird verbrannt.

In die Löcher auf der Baustelle kommt sofort wieder saubere Erde hinein. Das alles dauert mehrere Wochen. Die Arbeiten haben vor zwei Wochen angefangen und dauern vermutlich bis Oktober.