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Stiftung bedauert Seehofers Rückzug als Schirmherr

Der Geschäftsführer der „nebenan.de“-Stiftung, Michael Vollmann, hat enttäuscht auf die Entscheidung von Bundesinnenminister Horst Seehofer reagiert, die Schirmherrschaft für den Deutschen Nachbarschaftspreis abzugeben. „Den Rückzug Horst Seehofers halten wir für ein bedauernswertes Signal an die Zivilgesellschaft“, erklärte Vollmann am Donnerstagabend in Berlin. Die Stiftung habe mit der Verleihung des Preises „den Raum für Dialog zwischen den engagierten nominierten Initiativen und dem Schirmherrn aufgemacht. Diesen Raum nun nicht zu betreten, nehmen wir mit Enttäuschung zur Kenntnis“.

02.08.2018

Seehofer hatte Vollmann zuvor persönlich für seinen Rückzug verantwortlich gemacht. „Da Sie mir Toleranz, Mitmenschlichkeit und Offenheit absprechen, stehe ich für die Schirmherrschaft ab sofort nicht mehr zur Verfügung“, erklärte der Innenminister. Der Geschäftsführer der Stiftung hatte in den vergangenen Tagen Verständnis dafür gezeigt, dass zwei Organisationen, darunter die Berliner Flüchtlingshilfsorganisation „Moabit hilft“, die Nominierung für den Preis abgelehnt hatten, weil Seehofer Schirmherr war. Der „Berliner Zeitung“ hatte Vollmann gesagt, Seehofer habe zuletzt „verbal Grenzen überschritten“.

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