Stiegenkamp-Brücke nimmt Form an – Fertigteile kommen nun auch zum Nordbecker Damm

Brückenbau

Stein für Stein wachsen die Brücken am Stiegenkamp und am Nordbecker Damm. In den nächsten Wochen soll es schnell vorangehen bei den millionenschweren Pilotprojekten.

Werne

, 05.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stiegenkamp-Brücke nimmt Form an – Fertigteile kommen nun auch zum Nordbecker Damm

Widerlager und Flügelwände stehen schon für die Stiegenkamp-Brücke. © Mario Bartlewski

An der Nordlippestraße (L 518) können Autofahrer schon einen ersten Blick darauf werfen, was später einmal die neue Stiegenkamp-Brücke wird. Hier stehen bereits die ersten Fertigteile, die das Grundgerüst für die weiteren Arbeiten darstellen.

„Wir haben die Flügelwände und die Widerlager angebracht“, sagt Gregor Ellerkamp, Projektleiter Brückenbau bei Straßen NRW. Das sogenannte Widerlage ist ein Vorsprung, das den Überbau der Brücke später trägt. Die Flügelwände sind die seitlichen Wände des Widerlagers, die in die Böschung hineinragen. Mit Autokränen wurden die Fertigteile an ihren Platz gebracht.

Fertigteile kommen nächste Woche zur Brücke am Nordbecker Damm

Ähnlich soll es demnächst auch beim zweiten Brückenprojekt am Nordbecker Damm aussehen. Hier sollen Widerlager und Flügelwände in der nächsten Woche ebenfalls stehen.

„Es läuft“, sagt Ellerkamp. „Große Probleme hatten wir bei unseren Arbeiten noch nicht.“ Bemerkenswert ist das, weil die beiden Brückenbauten ein Pilotprojekt darstellen. Die Brücken werden nämlich nicht am Standort selbst gebaut, sondern bestehen aus Fertigbeton-Teilen. Eine Variante, die bereits bei anderen Projekten genutzt wurde - bei Brücken ist das hingegen neu.

Stiegenkamp-Brücke nimmt Form an – Fertigteile kommen nun auch zum Nordbecker Damm

Noch ist an der Stiegenkamp-Brücke kein durchkommen. Geht alles gut, soll sich das noch bis Ende des Jahres ändern. © Mario Bartlewski

„Viele Brücken in Nordrhein-Westfalen sind sanierungsbedürftig und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Straßen möglichst wenig für Autofahrer sperren müssen“, sagt Ellerkamp. Durch die Nutzung der Fertigteile müsse man die Baustelle erst betreten, wenn die Fertigteile angebracht werden. Damit halbieren sich die Sperrzeiten der Straßen.

Doch ganz ohne geht es auch mit der neuen Bauweise nicht. Am Mittwoch, 21. November, sollen die letzten Fertigbauteile geliefert werden. Dafür muss die Nordlippestraße in den Folgetagen voll gesperrt werden - voraussichtlich bis zum 27. November.

Fertigstellung ist vom Wetter abhängig

Im Anschluss fehlen nur noch Geländer und Schweißbahnen. Bis Weihnachten will Straßen NRW die Arbeiten an den beiden Werner Brücken abschließen. Doch dafür muss das Wetter mitspielen. Mindestens acht Grad muss der Beton noch warm sein, damit die Schweißbahnen aufgebracht werden können. „Wird es richtig kalt, könnten wir noch bis Januar oder Februar brauchen“, sagt Ellerkamp.

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