Steuerfahnder sagt im Prozess um „Führerscheinkönig“ aus

Im Prozess um den selbsternannten „Führerscheinkönig“ von Detmold hat am Donnerstag ein Steuerfahnder ausgesagt. Der Finanzbeamte schilderte vor dem Landgericht Detmold, wie die Ermittlungen nach einem Fernsehbeitrag über den Angeklagten ins Rollen gekommen waren. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-jährigen Rolf Herbrechtsmeier und seiner Ehefrau Betrug und Steuerhinterziehung vor.

19.12.2019, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die beiden sollen tausendfach dabei geholfen haben, dass Autofahrer, die in Deutschland ihren Führerschein verloren haben, im EU-Ausland - zum Beispiel in England oder Tschechien - einen Ersatz bekommen. Angeführt werden Hunderte von Fällen mit EU-Führerscheinen aus England, bei denen die Kunden trotz geleisteter Zahlungen und gestellter Anträge keine neue Fahrerlaubnis erhalten hatten. Das Gericht hörte am zweiten Prozesstag neben dem Steuerfahnder auch vier Geschädigte als Zeugen.

Für Anfang des Jahres hat der Angeklagte eine Einlassung zu den Vorwürfen angekündigt. Am nächsten Prozesstag im Januar sollen weitere Zeugen vernommen werden. Bis Mai hat das Gericht Verhandlungstermine festgelegt. Insgesamt werden in der Anklage rund 1000 Zeugen benannt.

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