Sternsinger in Lünen freundlich empfangen - „Segen to go“ soll wiederholt werden

Dreikönigstag

Eine hohe Beteiligung und Spendenbereitschaft haben die Sternsinger-Aktion in Lünen beflügelt. Am Ende kam ein fünfstelliger Betrag zusammen - auch dank einer ungewöhnlichen Aktion.

von Kristina Gerstenmaier

Lünen

, 14.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sternsinger in Lünen freundlich empfangen - „Segen to go“ soll wiederholt werden

Die Sternsinger waren in Lünen willkommen - und sammelten in beiden katholischen Kirchengemeinden zusammen fast 50.000 Euro. © Pastoralverbund Lünen

Spenden für Kinder im Libanon und auf der ganzen Welt zu sammeln: in dieser Mission waren die Sternsinger auch in Lünen wieder unterwegs. Nur im Gemeindeteil St. Marien nicht: Dort erteilte wegen mangelnder Beteiligung von Kindern kurzerhand am Dreikönigstag (6. Januar) eine kleine Gruppe auf dem Marktplatz einen „Segen to go“. Immerhin 1600 Euro an Spenden brachte diese Aktion ein - Grund genug, sie im kommenden Jahr zu wiederholen, wie Christiane Krämer vom Pfarrbüro St. Marien erklärte.

In den anderen Gemeindeteilen gab es keine Probleme, ausreichend Kinder für die Darstellung von Kaspar, Melchior und Balthasar zu finden. „In diesem Jahr waren die Kinder bei uns sogar mit noch mehr Eifer dabei“, schildert Gemeindereferent Stephan Wilhelm aus Lünen-Süd seine Eindrücke.

In einer Gruppe habe es sogar vier Mädchen gegeben, die sich nicht trennen wollten. Also wurden sie drei Könige und ein Sternenträger. „Alle waren mit so viel Freude und Spaß dabei, sodass die Rückmeldungen aus den besuchten Haushalten durchweg positiv waren“, sagt Wilhelm. „Die Kinder, die Geld für die eigene Tasche zugesteckt bekommen hatten, haben das sogar am Ende zu den übrigen Einnahmen gegeben.“

Unterschiedliche Strategien in verschiedenen Gemeinden

Der Gemeindereferent räumt ein, dass man im vergangenen Jahr Sorge hatte, genügend Kinder zusammen zu bekommen. „Da musste dann eine Erwachsenengruppe mitlaufen, damit wir alle Haushalte besuchen konnten.“ In diesem Jahr war die Sorge hingegen unbegründet. „Und weil wir niemanden zur Teilnahme verpflichten, sind die, die dann freiwillig mitmachen, auch mit Feuer und Flamme dabei.“

Insgesamt waren im Pastoralen Raum (Erzbistum Paderborn) südlich der Lippe 127 Sternsinger unterwegs, die ausschließlich Haushalte besuchten, die sich vorher angemeldet hatten. 60 ehrenamtliche Helfer unterstützten sie, versorgten sie zum Beispiel mit Mittagessen. Am Ende kamen im Pastoralen Raum rund 23.000 Euro an Spenden zusammen.

Viele warten schon auf die Sternsinger

Auch in den Gemeindeteilen nördlich der Lippe war die Resonanz gut. In Alstedde (St. Ludger) beispielsweise zogen 24 Kinder in neun Gruppen durch den Stadtteil und besuchten 360 Haushalte. In Nordlünen (St. Norbert) seien die Besuchten ebenfalls „größtenteils sehr erfreut“ gewesen, berichtet Organisatorin Susanne Daniel. „Es gibt immer mal jemanden, der die Tür nicht aufmacht, vor allem, weil wir an jedem Haus klingeln. Die meisten warteten aber schon auf uns.“

In diesem Jahr waren hier mit 57 Kindern 15 mehr als 2019 unterwegs.

Insgesamt kamen in der Pfarrgemeinde St. Marien (Bistum Münster) rund 23.700 Euro für den guten Zweck in die Sammelbüchsen.

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