Steinkohleabbau beendet: Letztes Kohlestück an Steinmeier

In Deutschland wird keine Steinkohle mehr gefördert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt am Freitag auf der Schachtanlage Prosper-Haniel in Bottrop das letzte abgebaute Steinkohlestück. Acht Bergleute hatten es aus der letzten in Deutschland noch fördernden Steinkohlezeche nach oben gebracht. Damit endete nach rund 200 Jahren die Ära der industriellen Steinkohleförderung in Deutschland. Jetzt wird in Deutschland nur noch Braunkohle abgebaut.

21.12.2018, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steinkohleabbau beendet: Letztes Kohlestück an Steinmeier

Der Förderturm der Zeche Prosper-Haniel. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Das Aus für die Steinkohleförderung hatten die Bundesregierung, die Kohleländer Nordrhein-Westfalen und Saarland sowie die Bergbaugewerkschaft IG BCE im Jahr 2007 vereinbart. Rund 33 000 Bergleute und andere Mitarbeiter waren damals auf den Zechen beschäftigt. Zuletzt hatte der Bergbaukonzern RAG noch 3000 Mitarbeiter. Großzügige Vorruhestandsregelungen sorgten dafür, dass es keine Entlassungen beim Personalabbau gab.

In diesem Jahr förderten die Bergleute noch etwa 2,6 Millionen Tonnen Steinkohle. In der Hochzeit der Kohleförderung in den 1950er Jahren waren es mehr als 150 Millionen Tonnen pro Jahr.

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