Steingärten verstärken die Hitze an heißen Tagen noch

Argument gegen den Schotter

Umweltschützer kritisieren, dass Stein-Vorgärten nicht umweltgerecht sind. In der Tat produzieren sie an heißen Tagen noch mehr Wärme, während normale Gartenflächen zur Kühlung beitragen.

05.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Der BUND und andere Umweltschützer kritisieren, dass Steingärten negative Auswirkungen auf das Klima in der unmittelbaren Umgebung, auf das Stadtklima und für Insekten und Vögel haben. Durch Sonneneinstrahlung heizt sich das Gestein auf und erhöht an heißen Tagen die Umgebungstemperatur noch zusätzlich. Pflanzen sorgen schon allein durch die Verdunstungskälte, die sie abgeben, an solchen Tagen für eine angenehmere Luft.

Die Aufheizung habe zur Folge, dass durch die aufsteigende warme Luft sich mehr Feinstaubpartikel verteilen und dass sich das sogenannte „Stadtklima“ mit höheren Temperaturen als in der Umgebung noch mehr verstärkt. „Mit Erde bedeckte Flächen hingegen sind temperaturausgleichend, weil sie Feuchtigkeit nur langsam verdunsten lassen und dabei für Kühlung sorgen. Bepflanzte oder mit Rasen bedeckte Flächen verstärken den positiven Effekt“, schreibt Silvia Lippert, die den Bürgerantrag für den BUND gestellt hat. Sie stellt auch einen Zusammenhang zum Rückgang an Insekten her. Auf den gekiesten und geschotterten Flächen gebe es entweder keine Pflanzen oder nur vereinzelt Buchs- oder Koniferengehölze, die ökologisch wenig wertvoll sind.

Das muss nach Ansicht von Armin Clemens nicht so sein. Er verweist darauf, dass sich auch blühende Pflanzen in Schottergärten setzen lassen. Allerdings müssen sie in der Tat Hitze vertragen können. Pflanzen, die in Schotterbeeten wachsen sollen, müssen auch unter diesem Gesichtspunkt ausgewählt werden.

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