Starke neue Filme und prominente Gäste beim Kinofest in der Cineworld

29. Lüner Kinofest

Über 50 Filme laufen beim 29. Lüner Kinofest vom 21. bis 24. November in der Cineworld. Die ersten prominenten Gäste haben den Kinofest-Machern bereits zugesagt.

Lünen

, 07.11.2018, 07:05 Uhr / Lesedauer: 3 min
Starke neue Filme und prominente Gäste beim Kinofest in der Cineworld

Freuen sich auf das 29. Kinofest: (v.l.) Werner Althoff (Festival-Mitbegründer), Pressesprecherin Stefanie Görtz, stellv. Kinofestleiter Sven Ilgner, Kinofest-Komiteevorsitzende Dr. Anke Höwing, Kinofestleiter Mike Wiedemann und Max Püschel (Pro Lünen). © Günter Blaszczyk

Maximilian Brückner gehört zur ersten Garde der deutschen Schauspieler. Der ehemalige Tatort-Kommissar kommt nach Lünen und wird seinen Film „Das schönste Paar“ vorstellen. Zusammen mit Luise Heyer spielt Brückner, der schon für Steven Spielberg vor der Kamera stand, ein Paar, das mit einem traumatischen Erlebnis irgendwie fertig werden muss.

Zu sehen am 22.11. um 21.15 Uhr.

Auch Thomas Loibl ist vor allem den Krimi-Fans ein Begriff. Er spielte in verschiedenen Tatort- und Polizeiruf 110-Folgen mit, war zuletzt in der Kinoverfilmung der „Kleinen Hexe“ zu sehen. In Lünen stellt Loibl mit vielen weiteren Kollegen den Fernsehkrimi „Kühn hat zu tun“ vor (23.11. um 19 Uhr). Gedreht nach einem Buch von Jan Weiler („Maria, ihm schmeckt´s nicht“). Auch der erfolgreiche Autor wird in Lünen zu Gast sein.

„Marmor, Stein und Eisen bricht“

Einer der großen deutschen Schlager-Komponisten freut sich ebenfalls aufs Kinofest. Christian Bruhn, der „Marmor, Stein und Eisen bricht“ oder auch „Heidi“ und 100 Lieder für Mireille Mathieu schrieb, kommt nach Lünen, um den Dokumentarfilm „Meine Welt ist die Musik“ vorzustellen, in dem sich alles um das Werk Bruhns dreht. Zu sehen am 22.11. um 21 Uhr.

Natürlich geht es neben den prominenten Gästen bei der 29. Auflage des Kinofestes vor allem um neue deutschsprachige Filme. Das Publikum spielt dabei erneut eine große Rolle, denn die Zuschauer stimmen über die Gewinner des Filmpreises der Stadt Lünen („Lüdia“), des den Kinderfilmpreises „Rakete“ und der beiden Kurzfilm-Preise ab.

Sechs Spielfilme und zwei Dokus

Um die mit 10.000 Euro dotierte „Lüdia“ konkurrieren in diesem Jahr sechs Spiel- und zwei Dokumentarfilme. Allesamt die ersten Werke von jungen Regisseuren. Dabei sind auch zwei österreichische Filme. „Wir sind froh, dass wir das Kinofest seit einigen Jahren auch für Filme aus Österreich und der Schweiz geöffnet haben“, so Kinofestleiter Mike Wiedemann. Denn aus den Alpenrepubliken kommen spannende neue Werke.

FOTOSTRECKE
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Programm 29. Lüner Kinofest

Das Programm für das 29. Kinofest Lünen (21. bis 24. November) steht. Gut 50 Filme laufen beim Festival in der Cineworld. Wir zeigen als Appetithappen einige Fotos aus Filmen, die beim Kinofest zu sehen sind.
06.11.2018
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Knut Thamm, Lüner Filmemacher, ist mit seinem Kurzfilm "...ist besser" beim Kurzfilmpreis "Erste Hilfe" mit dabei. Zu sehen am 23.11. um 21 Uhr. © Knut Thamm
Alexander Scheer als "Gundermann" im gleichnamigen Film von Andreas Dresen. Zu sehen in "Extra Deutschland" am 22.11. um 18.15 Uhr.© Peter Hartwig
"Wackersdorf" heißt der Spielfilm von Oliver Haffner, der zurück geht in die 80er Jahre, als der Streit um die Atom-Wiederaufbereitungsanlage in der Pfalz eskalierte. Zu sehen am 24.11. um 11.30 Uhr.© ERIK MOSONI
„Kühn hat zu tun“ heißt der Fernsehkrimi mit Thomas Loibl in der Hauptrolle, gedreht nach den Büchern von Jan Weiler. Zu der Aufführung am 23.11. um 19 Uhr haben sich zahlreiche Gäste aus der Filmcrew angesagt.© BERND SCHULLER
„Kühn hat zu tun“ heißt der Fernsehkrimi mit Thomas Loibl in der Hauptrolle, gedreht nach den Büchern von Jan Weiler. Zu der Aufführung am 23.11. um 19 Uhr haben sich zahlreiche Gäste aus der Filmcrew angesagt.© BERND SCHULLER
Marie Bäumer als Romy Schneider ist die Hauptdarstellerin im Kinofilm "3 Tage in Quiberon", zu sehen am 23.11. um 20.45 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Eine Lünen-Premiere ist der Dokumentarfilm "Global Family", der auch um den Preis "Ruhrpott" konkurriert. Zu sehen am 23.11. um 20.30 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Regisseur Veit Helmer, der noch in der Lichtburg die Lüdia mit "Tuvalu" gewann, präsentiert am 22.11. um 17.45 Uhr seinen Stummfilm "Vom Lokführer, der die Liebe suchte".© Theo Lustig
Ein Lünen-Krimi der Filmcrew Abgedreht gehört mittlerweile zum Programm des Kinofestes. Am 25.11. um 13 Uhr ist der Film "Wieselflink & Brandtgefährlich - das große Geschäft" zu sehen.© Filmcrew Abgedreht
Die wunderbare Luise Heyer und Maximilian Brückner spielen die Hauptrollen in "Das schönste Paar". Brückner ist auch in Lünen zu Gast, wenn der Film am 22.11. um 21.15 Uhr zu sehen sein wird.© Photographer: Thomas von Klier
Der Dokumentarfilm "Waldheims Walzer" konkurriert um den Ruhrpott, den eine Leserjury der Ruhr Nachrichten vergibt. Zu sehen am 22.11. um 18.30 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
"Was uns nicht umbringt" heißt der Spielfilm mit August Zirner und Barbara Auer. Zu sehen als Lünen-Premiere am 23.11. um 15.30 Uhr.© Mathias Bothor
Christian Bruhn hat 2500 Hits geschrieben, darunter "Marmor, Stein und Eisen bricht". Der 82-Jährige stellt die Doku über sein Leben und Wirken "Meine Welt ist die Musik" am 22.11. um 21 Uhr in Lünen vor.© Presse/Kinofest Lünen

"Wir sind doch Schwestern" heißt es für Martha Peters (Gertrud Roll), Betty Janssen (Jutta Speidel) und Hiltrud Janssen (Hildegard Schmahl) in dem Fernsehfilm nach dem Buch von Anne Gesthuysen. Zu sehen im Sonntagskino mit Unterstützung des Bauvereins am 25.11. um 11 Uhr.© Bernd Spauke
Szene aus "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" zu sehen am 25.11. um 10.30 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Lars Eidinger als Bert Brecht in "Mackie Messer", zu sehen am 25.11. um 10.30 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Einer der acht Lüdia-Filme: "Get me some hair!" von Lars Barthel, zu sehen am 23.11. um 14 Uhr. © Presse/Kinofest Lünen
Susana Abdulmajid spielt die alleinerziehende Maryam, die sich in einen Gefängnis-Insassen verliebt. "Jibril" heißt der Film, der um die Lüdia konkurriert, zu sehen am 23.11. um 16.30 Uhr. © Presse/Kinofest Lünen
"Klasse Deutsch" heißt der Dokumentarfilm, der um die Lüdia konkurriert. Zu sehen am 23.11. um 16.15 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
"Lass uns abhauen" ist nicht nur der Film, der den Preis der Insassen der Justizvollzugsanstalt Werl erhält. Er konkurriert auch um die Lüdia. Zu sehen am 22.11. um 17.45 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Szene aus "Lass uns abhauen", zu sehen am 22.11. um 17.45 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
"Verlorene" heißt der Spielfilm, den Regisseur Felix Hassenfratz und Schauspielerin Anna Bachmann am 22.11. um 21.45 Uhr im Rahmen des Lüdia-Wettbewerbs vorstellen.© Presse/Kinofest Lünen
Szene aus dem Lüdia-Film "Verlorene", zu sehen am 22.11. um 21.45 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Der Mystery-Thriller "Wo kein Schatten fällt" läuft im Lüdia-Wettbewerb, zu sehen am 23.11. um 21 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Die österreichische Komödie "Womit haben wir das verdient" läuft im Lüdia-Wettbewerb am 23.11. um 18.45 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Im Rakete-Wettbewerb ist die Buchverfilmung "Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums" am 24.11. um 10 Uhr zu sehen.© Presse/Kinofest Lünen
"Mein Freund, die Giraffe" läuft im Rakete-Wettbewerb am 21.11. um 14 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Die Buchverfilmung "Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes" ist im Rakete-Wettbewerb am 23.11. um 14 Uhr zu sehen.© Copyright: Zodiac Pictures/Pasca
Keine leichte Kost, aber ein wunderbarer Film, der live im Kino vom Englischen ins Deutsche übersetzt wird, ist "Supa Modo" im Rakete-Wettbewerb, zu sehen am 22.11. um 14 Uhr.© Presse/Kinofest Lünen
Mit "So viel Zeit" nach einem Buch von Frank Goosen unterhält das Kinofest die Besucher der Abschlussgala, die am 24.11. um 18 Uhr im Hilpert-Theater beginnt.© Presse/Kinofest Lünen

So wie der Lüdia-Kandidat „Cops“, ein Drama über einen jungen Polizisten in einer Spezialeinheit, der mit einem schrecklichen Erlebnis fertig werden muss. Ein Film, der beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken einen Preis gewann. Oder wie die Clash-Komödie „Womit haben wir das verdient“ mit Caroline Peters in der Hauptrolle, die eine moderne Mutter spielt, die mit einer sehr aufmüpfigen Tochter klar kommen muss.

Einfühlsame Filme

Zu seinem Dokumentarfilm „Get me some hair!“ ließ sich Lars Barthel von seiner Frau inspirieren, die aus Jamaika stammt. Entstanden ist eine kleine Kulturgeschichte des Haares. Das Ehepaar stellt den Film in Lünen vor. Auch um die Lüdia konkurriert die Dokumentation „Klasse Deutsch“ über eine Lehrerin, die Kinder aus Geflüchteten-Familien unterrichtet. Ein einfühlsamer Film, der aber auch „viel Spaß macht“, so stellvertretender Kinofestleiter Sven Ilgner.

Genrefilme sind in Deutschland schon lange nicht mehr gefragt. Trotzdem wagte sich Esther Bialas an einen Mystery-Thriller. „Wo ein Schatten fällt“ geht so richtig ans gruselige Eingemachte, versprechen die Kinofestleiter.

Schauspielerin präsentiert Film

Das Roadmovie „Lasst uns abhauen“ zeigt zwei verlorene Seelen, die sich auf eine ungewöhnliche gemeinsame Reise begeben. Ein starker Film im Rennen um die „Lüdia“ ist auch „Verlorene“, das Psychogramm eines Missbrauchsopfers. Anna Bachmann, die im vergangenen Jahr beim Kinofest in einem Fernsehfilm beeindruckte, spielt mit und präsentiert den Film zusammen mit dem Regisseur.

Wie die Liebe zwischen einer allein erziehenden Mutter und einem Häftling funktionieren kann (oder auch nicht) zeigt „Jibril“, auch ein Lüdia-Kandidat.

Vier Filme für die jüngsten Zuschauer

Vier besondere Filme erwarten die jüngsten Kinofest-Gäste im Wettbewerb „Rakete“. Zwei sind Verfilmungen von Kinderbüchern. So geht es in „Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums“ um zwei clevere, fantasievolle Jungs. „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“ ist ein bonbonbunter Film nach einem bekannten Kinderbuch. In „Mein Freund, die Giraffe“ müssen Zwei- und Vierbeiner damit klar kommen, dass eine Giraffe leider nicht mit in die Schule gehen kann.

Film wird im Kino übersetzt

„Supa Modo“ ist eine kenianisch-deutsche Koproduktion und wird in englischem Original gezeigt, aber live im Kino übersetzt. Die Geschichte handelt von einem krebskranken Mädchen, dass sich Superkräfte erträumt.

Auch ein Lüner Filmemacher geht ins Rennen um einen Preis. Knut Thamm zeigt im Kurzfilmwettbewerb „Erste Hilfe“ seinen Film „... ist besser!“, gedreht im Seepark. Den Schnitt übernahm der Lüner Regisseur Michael Kupczyk.

Außerdem können sich die Zuschauer auf zahlreiche Lünen-Premieren freuen. Und nach der Preisgala am 24. November gibt es am Sonntag, 25. November, noch einen Kinofest-Nachschlag mit sechs Filmen.

Der Vorverkauf für das 29. Kinofest startet am Donnerstag, 8. November, um 12 Uhr in der Cineworld, Im Hagen 3. Das Nachtcafé findet diesmal am 22. und 23. November jeweils ab 21.30 Uhr erstmals bei „Kanne am Markt“, Marktstraße 7, statt - unweit der Cineworld.
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