Stadtteilcheck: Wo es in Lünen lebenswert, familienfreundlich oder unsicher ist

dzLebensqualität

Im großen Stadtteilcheck haben die Lüner die Lebensqualität ihres Stadtteils bewertet. Hier präsentieren wir alle Ergebnisse auf einen Blick.

Lünen

, 18.03.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Menschen in Nordlünen, Wethmar und Niederaden dürfen sich glücklich schätzen: Sie wohnen in Lünens lebenswertesten Stadtteilen. Das ist das Ergebnis des großen Stadtteilchecks unserer Redaktion. Insgesamt haben 1423 Lünerinnen und Lüner ihren jeweiligen Stadtteil in 17 Kategorien bewertet.

Auf einer Skala von 1 bis 10 haben sie eingeschätzt, für wie familienfreundlich sie ihren Vorort halten, wie sie die Nahversorgung sehen, die Sportmöglichkeiten, die Familienfreundlichkeit, die Angebote für Seniorinnen und Senioren, die Verkehrsbelastung und einiges andere mehr.

Wie schneidet Ihr Stadtteil im Stadtteilcheck ab? Schauen Sie auf unserer Karte nach - und vergleichen Sie ihn mit anderen Ortsteilen, in denen zum Beispiel Ihre Eltern oder Freunde leben:

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An dieser Stelle beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Stadtteilcheck und seinen Ergebnissen.

  • Was schätzen die Lüner am meisten an ihrer Stadt?
    Am besten haben die Stadtteile bei den Fragen nach Nahversorgung, Lebensqualität, Grünflächen, Radfahren und Verkehrsanbindung abgeschnitten.

  • Wo gibt es den meisten Verbesserungsbedarf?
    Die mit Abstand schlechteste Note vergeben die Befragten bei der Frage nach Angeboten für Jugendliche.

  • Lünen hat 14 Stadtteile. In den Ergebnissen tauchen nur 13 auf. Warum?
    Natürlich sind alle Antworten in die Auswertung eingeflossen. Lippholthausen und das Geistviertel haben wir zu einer Gruppe zusammengefasst, um aus einem Gebiet nicht zu wenige Antworten zu erhalten. So haben wir die statistische Aussagekraft erhöht.

  • Können wir aus dem Stadtteilcheck überhaupt Aussagen über die Meinung aller Lüner machen?
    Dazu haben wir einen Statistik-Experten befragt: Bernd Weber, Geschäftsführer der Medienagentur mct aus Dortmund. Er findet es zunächst einmal „toll, dass so viele ihre Meinung gesagt haben“. Natürlich müsse man sich bewusst machen, dass die Befragung keinen offiziellen Charakter habe, zum Beispiel weil die befragten Internet-Nutzer nicht identisch mit den Lünern insgesamt seien. „Dann konnte jeder selbst entscheiden, ob er die Fragen beantwortet oder nicht. Haben jetzt vor allem die Begeisterten geantwortet oder die Nörgler? Das wissen wir nicht.“ Aber auf der anderen Seite sagt er auch: „Der Stadtteilcheck ist ein Stimmungsbild, das zu Diskussionen über gute Seiten und kritische Punkte anregen soll – und die Aufgabe erfüllt er.“

  • An welchem Wert messen wir, ob ein Ortsteil ober- oder unterhalb des Durchschnitts liegt?
    Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, nicht das sogenannte arithmetische Mittel, den „Durchschnitt“, zu berechnen. Stattdessen greifen wir auf den sogenannten Median zurück. Das ist der Wert, der genau in der Mitte zwischen allen anderen Werten steht. Damit wollen wir vermeiden, dass der Mittelwert zu stark durch einzelne Ausreißer beeinflusst wird. Ein Beispiel: In einer Kategorie gibt es fünf Werte: 1, 7, 8, 9 und 9. Der Durchschnitt wäre dann 6,8 (34/5). Der Median wäre 8, weil 8 in der Mitte liegt, wenn man die Werte nach ihrer Größe ordnet. Dieser Wert spiegelt die Realität besser wider.

  • Wie und wo werten wir die Daten aus? Zu den nackten Ergebnissen, die wir vorab in diesem Artikel präsentieren, werden wir bis Ostern mehrmals wöchentlich ausführliche Analysen für jeden einzelnen Stadtteil veröffentlichen. Die erste Analyse veröffentlichen wir am Montag, 18. März.

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