Stadtbücherei als Dritter Ort: Das Land übernimmt in Fröndenberg 60 Prozent der Kosten

dzHintergrund

Wenn Fröndenberg seiner Stadtbücherei ein neues Konzept nach dem Modell „Dritter Ort“ verpasst, fließen auch Fördermittel aus Düsseldorf.

Fröndenberg

, 06.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt Fröndenberg muss die Modernisierung ihrer Stadtbücherei nicht vollständig aus Eigenmitteln bestreiten.

Sofern ihr Konzept letztlich von der Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW gutgeheißen wird, kann die Stadt mit folgender Förderung rechnen:

Das Land übernimmt über drei Jahre 60 Prozent der Personalkosten einer hauptamtlichen fachlichen Bibliotheksleitung.

Wird der Antrag gestellt, muss die Finanzierung der hauptamtlichen Leitung über den Förderzeitraum hinaus sichergestellt sein.

Dabei handelt es sich allerdings nur um eine halbe Stelle. Weil damit nur 20 Stunden Öffnungszeit pro Woche möglich wären, empfiehlt die Fachstelle, dass weiteres Personal beschäftigt wird. „Ansonsten wären auch Veranstaltungen nicht möglich“, so Petra Büning.

Die Stadtbücherei soll mindestens 10.000 Medien im Bestand haben. Muss die Zahl der Medien aufgestockt werden, kann bis zu einem Betrag von 3000 Euro ebenfalls eine Förderung beantragt werden.

Gefördert werden kann auch die EDV-Möblierung für Lernplätze.

Fördervoraussetzung ist eigentlich auch, dass pro 1000 physische Medien 30 Quadratmeter Fläche kalkuliert werden. Das wären bei 10.000 Medien 300 Quadratmeter. Diese Voraussetzung werde aber kaum einmal erreicht.

Als sinnvoll sieht die Fachstelle an, sich an der Onleihe zu beteiligen; ermöglicht wird dadurch, dass E-Books oder E-Paper im Internet ausgeliehen werden können. Schließe man sich dann noch im Verbund mit anderen Büchereien zusammen, werde das Angebot entsprechend attraktiv und groß.

Eingependelt habe sich übrigens bei elektronischen und Papiermedien ein Verhältnis von 30 zu 70 Prozent.

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