Stadt will E-Scooter-Anbieter an die kurze Leine nehmen

Die Anbieter von elektrisch angetriebenen Tretrollern sollen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt stärker in die Pflicht genommen werden. Die Stadt will pro Roller nicht nur eine Sondernutzungsgebühr von 20 Euro pro Jahr erheben, sondern auch Verbotszonen ausweisen. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am Dienstag an. So sollen die Roller nicht mehr Feuerwehrbewegungszonen und Zufahrten blockieren.

27.08.2019, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt will E-Scooter-Anbieter an die kurze Leine nehmen

Die Anbieter von elektisch angetriebenen Tretrollern sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Foto: E. Geuppert/Archivbild

Außerdem sollen die Anbieter verpflichtet werden, eine Beschwerde-Hotline einzurichten und falsch abgestellte Geräte innerhalb einer Frist zu beseitigen. Derzeit haben zwei Anbieter in Düsseldorf Flotten von 100 bis 800 Rollern im Umlauf. Weitere drängen auf den Markt.

„Wir wollen niemandem den Spaß an den neuen Scootern verderben, aber müssen auch verhindern, dass dies auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer geht“, sagte Oberbürgermeister Geisel. Er will die Scooter vorzugsweise an ÖPNV-Haltepunkten und an Mobilitätsstationen aufgestellt sehen. In der Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel liege ein besonderer Mehrwert.

Die Anbieter sollen außerdem sicherstellen, dass in Fußgängerzonen, Parkanlagen, Grünflächen, im Wald oder in Natur- oder Landschaftsschutzgebieten, auf Friedhöfen, Spielplätzen, Brücken sowie auf unbefestigten Flächen des Rheinufers der Mietvorgang weder begonnen noch beendet werden kann. Die Auflagen müssen noch vom Stadtrat abgesegnet werden. Eine Sondernutzungssatzung für die Roller könnte dann zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

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