Stadt und ehemaliger Betreiber widersprechen neuem Besitzer von Haus Fölger

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Seit Anfang Juni steht das Haus Fölger an der Münsterstraße leer. Anfang des Jahres hatte es ein Investor aus dem Kreis Recklinghausen gekauft. Dessen Aussagen stoßen auf Unverständnis.

von Kristina Gerstenmaier

Wethmar

, 18.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Wohnhaus mit etwa 15 Wohnungen soll in der ehemaligen Gastronomie entstehen. Die Umwandlung sei nötig, weil das Steakhaus Fölger, das bis Ende Mai diesen Jahres dort seine Grillspezialitäten angeboten hatte, einfach nicht gelaufen sei, so der neue Besitzer, ein Immobilieninvestor aus dem Kreis Recklinghausen. Ein Zeitpunkt, wann das Wohnhaus fertig gestellt sein soll, könne er noch nicht nennen, da die Stadt die Baugenehmigung noch nicht vollständig erteilt hat, wie der neue Besitzer im Gespräch mit der Redaktion erklärt hatte.

Steakhaus Fölger „lief gut“

Dieser Darstellung widersprechen nun sowohl der ehemalige Betreiber des Haus Fölger, wie auch die Stadt. Nach Ansicht des ehemaligen Betreibers Sanel Malkic ist die Gastronomie „durchaus gut gelaufen“: „Der neue Eigentümer hat uns im Dezember 2018 gekündigt. Erst hieß es, das Haus soll abgerissen werden, weil es billiger ist, neu zu bauen. Und dann stellte es sich heraus, dass er das Haus doch zu einem Wohnhaus umbauen will.“

Für Sanel Malkic stand fest: Wegen seiner Stammkunden möchte er Lünen treu bleiben. „Wenn das Restaurant nicht gut gelaufen wäre, wären wir nicht in Lünen geblieben“, sagt er. Nachdem er, um nicht auf der Straße zu sitzen, seinen Vertrag mit dem Recklinghäuser Immobilieninvestor Monat für Monat verlängert hatte, kam dann im Mai endlich ein Angebot, das „Stockey“ in der Dortmunder Straße zu übernehmen. Zum 30. Mai schloss Malkic das Steakhaus Fölger und eröffnete zehn Tage später an dem neuem Standort.

Keine Teilgenehmigung möglich

Von Seiten der Stadt heißt es außerdem: „Es handelt sich hier nicht um eine teilweise Genehmigung, sondern um zwei Bauanträge. Der erste

Bauantrag wurde Anfang des Jahres gestellt für eine Teilaufstockung des Daches. Dieser Antrag wurde bereits genehmigt.“

Der zweite Bauantrag sei Ende August erfolgt. Darin ging es um die Umwandlung der Gasträume in Wohneinheiten. „Dieser Antrag ist noch offen, weil er unvollständig ist. Wir warten auf fehlende Unterlagen, die wir beim Antragsteller nachgefordert haben. Wenn diese Unterlagen vorliegen, wird der Antrag weiterbearbeitet und dann kann die Genehmigung zügig erfolgen“, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt weiter.

Von einer vollständigen oder teilweisen Genehmigung könne jedoch keine Rede sein, „da es keine Teilgenehmigungen gebe“.

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