Stadt setzt wieder auf Sandsäcke zum Schutz der Weihnachtsmarktbesucher

dzSicherheitskonzept

Zum Schutz der Weihnachsmarktbesucher vor Anschlägen mit Lkw greift die Stadt wieder auf tonnenschwere Sandsäcke zurück. Die stehen am südlichen und nördlichen Eingang der Innenstadt.

Lünen

, 20.11.2018, 12:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Donnerstag (22.) öffnet der Weihnachtsmarkt in der Lüner City seine Pforten für die Besucher. Zu deren Sicherheit setzt die Stadt Lünen auch in diesem Jahr wieder auf den Einsatz von so genannten Big-Packs. Dabei handelt es sich um tonnenschwere Sandsäcke. Solche Säcke kamen in der Lippestadt erstmalig während des Weihnachtsmarktes 2017 zum Einsatz. Damit sollen Anschläge mit Lkw, wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember 2016, verhindert werden.

Acht Meter hohe Tanne

Fünf dieser Sandsäcke zum Schutz der Weihnachtsmarktbesucher stehen in Höhe des Tobiasparks an der Münsterstraße. Außerdem steht dort eine acht Meter hohe Tanne mit Lichterkette, eingestielt in einem Betonbehälter. Auch dieser Behälter diene als Schutzmaßnahme, hieß es am Dienstag (20.) in der Pressestelle.

Im südlichen Empfangsbereich der Fußgängerzone stehen drei Big-Packs. Sie befinden sich zwischen dem alten Kino und der Traditionsgaststätte Brauhaus Drei Linden.

Präsenz von Polizei

Wie es in der Pressestelle weiter hieß, sehe das Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt die Präsenz von Polizisten, von Stadtservice-Mitarbeitern und und den Einsatz der neuen Ordnungspartnerschaft der Stadt mit der Polizei vor Nach früheren Angaben der Stadt liegen die zusätzlichen Kosten durch die Sandsäcke in einem mittleren vierstelligen Betrag.

Amokfahrt in Münster

Zur Erinnerung: Bei einer Amokfahrt in Münster lenkte am 7. April 2018 ein 48-jähriger Deutscher am Kiepenkerl-Denkmal im Zentrum der westfälischen Stadt einen Kleinbus in eine Gruppe von Menschen. Vier Personen sowie der Täter starben, mehr als 20 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter erschoss sich anschließend selbst. Die Polizei schloss nach Ermittlungen einen politischen oder extremistischen Hintergrund aus; die Tat war offenbar ein erweiterter Suizid.

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