Stadt investiert 715.000 Euro in den Ziethenpark

Baubeginn für 2020 geplant

Der Ziethenpark in Lünen-Süd soll aufgewertet werden. Es gibt schon viele gute Ideen. Auch eine Idee, woher das Geld kommen soll. Bis die Bagger anrücken, wird es aber wohl noch dauern.

Lünen-Süd

, 06.11.2018, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt investiert 715.000 Euro in den Ziethenpark

Die Vorplanungsentwürfe zur Neugestaltung des Ziethenparks stellte der Landschaftsarchitekt Markus Schürmann (l.) vor. Mit von der Partie waren seine Kolleginnen Alina Meyer (2.v.r.) und Christina Gerndt (3.v.r.) sowie Jürgen Arendes (2.v.l.), Abteilung Stadtgrün und Fabian Lollert (r.) vom Stadtteilbüro. © Beuckelmann

Auf große Zustimmung stießen die Vorplanungsentwürfe bei einer Infoveranstaltung am Montag in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. „Das ist nicht die erste Bürgerplanungs-Veranstaltung und wird auch nicht die letzte sein“, begrüßte Thomas Berger (Leiter Stadtplanung) die rund 15 Gäste und erhoffte sich mit Jürgen Arendes (Stadtgrün), dem Stadtteilbüro Lünen-Süd und dem beauftragten Landschaftsarchitekturbüro ST-Freiraum wichtige Anregungen.

Appell: Aktiv einbringen

Landschaftsarchitekt Markus Schürmann betonte, dass sich Bürger aktiv in die geplanten Aufwertungen und die konkrete Gestaltung einbringen sollten, weil sie die Sicht vor Ort hätten. Geplant ist eine Neugestaltung der parkähnlichen Grünfläche als ein zentraler Aufenthalts- und Erholungsbereich mit einer multifunktionalen Spiel- und Sportfläche. Der Ziethenpark soll sich als grüner Gegenpol optisch mit dem Bürgerplatz verbinden.

Alleinstellungsmerkmal

Höhepunkt könnte ein Kletterparcours mit sicheren Netz-Gängen zwischen den Baumkronen sein. „Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, Kinder im Stadtteil könnten stolz auf ihn sein“, beschrieb Markus Schürmann den Klettergarten.

Der bestehende Bolzplatz würde mit einer überdachten Jugendecke in Podestform bereichert. Eine Sandfläche mit Spielturm und Geschicklichkeitsspielen wären für Kleinkinder attraktiv. Bestehende Wege würden neu befestigt, Rasenflächen blieben erhalten.

Jutta Schlierkamp (Behindertenbeirat) regte an, dass die Spielmöglichkeiten auch für Menschen mit Handicaps nutzbar sein sollten. Siegfried Hohendorf wünschte sich als Bürger Radabstell-Bügel, eine Lichtanlage und die freien Einblick am Bolzplatz.

Städtebauförderung

Eine Umsetzung der Planungen soll nach Möglichkeit über das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ erfolgen.

Ende November läuft die Frist für die Abgabe der Förderanträge ab. Falls eine Förderzusage im Herbst 2019 erfolgt, könnte im Sommer 2020 mit der Umgestaltung begonnen werden. Die Gesamtkosten inklusive Planung und Folgemaßnahmen belaufen sich auf 715.000 Euro, davon wären 80 Prozent zuwendungsfähig.

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