Es ist der zweite Versuch der Stadt, die Elterntaxis vor der Overbergschule in Schach zu halten: Erneut ist die Bushaltestelle gesperrt. Ein neuer Rettungsweg scheint die Lösung zu sein.

Selm

, 04.10.2018, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Christine Jücker ist froh: „Mein Bitten und Drängen hat tatsächlich etwas gebracht!“ Seit Donnerstagmorgen ist die noch nicht offiziell freigegebene Bushaltestelle vor der Overbergschule wieder für Elterntaxis abgesperrt.

Zuvor hatten sowohl die Eltern vieler Grundschüler als auch Eltern der Gymnasiasten die Haltestelle als praktische Anfahrt genutzt, um ihre Sprösslinge an der Schule abzusetzen beziehungsweise abzuholen. Das hatte chaotische Verhältnisse zur Folge - unter anderem mit Wagen, die mitten in der Haltestelle wendeten.

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Neuer Rettungsweg

Schon Ende September hatte die Stadt die Haltestelle kurzfristig abgesperrt, die Sperrung jedoch dann wieder aufheben müssen, weil es sich dabei auch um den Rettungsweg für das benachbarte Gymnaisum handelte. Jetzt sieht es so aus, als ob der Rettungsdienst die Schulgebäude über die Einfahrt gegenüber der Kreuzung Neue Werner Straße erreichen könne. „Es ist tatsächlich so, dass man jetzt von der Seite hineinfahren kann“, sagt die Schulleiterin der Overberg-Grundschule.

Das bestätigt auch Stadtsprecher Malte Woesmann. „Die Sperre wurde ein wenig verrückt, sodass der Bereich daneben jetzt als Rettungszone genutzt werden kann“, erklärt er.

Mit der Verlegung der Rettungseinfahrt um wenige Meter konnte also jetzt doch noch erreicht werden, dass die Bushaltestelle für Elterntaxis gesperrt bleibt. „Es gibt höchstens vereinzelt mal Autos, die jetzt an einer der äußeren Schleifen halten, aber das ist viel weniger chaotisch als vorher“, sagt Christine Jücker.

Sorgen um die Sicherheit

Die Schulleiterin hatte sich größte Sorgen um die Sicherheit der Kinder gemacht. Denn ausgerechnet direkt vor der Schule hatte sich durch die „Taxi-Haltestelle“ eine unnötige Gefahrenquelle gebildet. Und das genau für die Kinder, die tatsächlich zu Fuß zur Schule kommen. „Als es dann am Dienstag auch noch geregnet hat, haben dort so viele Autos gestanden - das war Wahnsinn.“

Man sei, so Christine Jücker, wegen des Problems mit der Stadt in Kontakt getreten. „Wir haben intensive Gespräche geführt und ich habe gesagt, dass es so nicht weitergehen kann. Jetzt bin ich froh, dass eine Lösung gefunden wurde, bevor ein Kind unter dem Bus oder Auto liegt.“ Wenn dann die Bushaltestelle schließlich für den Busverkehr geöffnet wird, wird es wohl bei vereinzelten Wagen bleiben, die dort hineinfahren. Das hofft zumindest Christine Jücker.

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